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Alt 27.09.2012, 21:02   #1
Liz
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Standard Nana fällt es schwer

Nana hat unter anderem grauen Star, sie ist erst 7 und es fällt ihr doch wirklich schwer mit dem "sehverlust" klar zu kommen.
Laut Tierarzt sieht sie nur noch verschwommen oder wie durch eine Sonnenbrille, Mimik und Gesichtszüge usw soll sie garnicht mehr erkennen können.
Das passt auch ziemlich mit dem über ein was ich auch für einen Eindruck hatte.

Nana hat immer viel mit ihren Augen gearbeitet, alles rein mit Körpersprache, gott sei dank habe ich die letzten Jahre auch gern mit nur Sprache gearbeitet sodass sie auch darauf reagiert. Sie hat auch ein tollen willen zu gefallen.

Sie hat zum einen Teil Probleme mit anderen Hunden, knurrt einer fühlt sie sich gleich angesprochen und kriegt angst. Mehrmals ist sie schon fast wo gegen gelaufen, doch hat sie auch noch echt Energie und sprintet neuerdings einfach los, als ob sie etwas gesehen hätte.
Zum Teil ist sie irritiert weil sie Geräusche nicht so zuordnen kann wie vorher scheint mir.
Draußen sucht sie besonders viel Körperkontakt.

Grace möchte zwischendurch gern mit ihr spielen, doch Nana kann ihr grinsen im Gesicht nicht erkennen und ist verängstigt und total unsicher.
Wirklich traurig anzusehen.

Gibt doch bestimmt noch mehr Hunde die damit Probleme haben/hatten?
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Alt 27.09.2012, 23:14   #2
Katja
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Huhu Liz,

mein inzwischen verstorbener Fips ist auch durch Grauen Star blind gewesen, auf einem Auge gings rasend schnell, beim anderen war es ein sehr schleichender Prozess. Ihn hats nicht im geringsten gestört. Er war allerdings immer schon sein sehr starker, in sich ruhender Charakter.

Ich glaube, das dieser Zustand von noch-ein-bißchen-sehen-können für die Hunde oft schlimmer ist als komplette Blindheit. Aber das hilft dir ja jetzt auch nicht weiter

Ist eine OP bei Nana möglich? Bei Fips habe ich damals aus diversen Gründen davon abgesehen, aber wenn er solch massive Probleme gehabt hätte... hm, dann hätte ich vielleicht anders entschieden.
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Alt 28.09.2012, 10:54   #3
Liz
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Der Tierarzt meinte halt Altersbedingt und ich wär eigentlich gegen eine Op.

Doch es hilft mir schon etwas weiter, zumindest zu wissen das es durch das Fortschreiten besser werden kann.
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Alt 28.09.2012, 12:05   #4
LuckyTino
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Mein Lucky wird erblinden, leider hat er eine angeborene Augenerkrankung, an der man nichts mehr ändern kann, er wird im Februar 7.
Leider war und ist er ein unsicherer Hund und angstaggressiv, deswegen führe ich ihn immer an der Leine, oft auch an der Flexi.
Bei ihm schreitet die Erblindung langsam fort, aber im Dunkeln sieht er schon fast nix mehr.

Letztes Jahr habe ich ihm eine 25m Meter Schleppleine gekauft, damit er auch im offenen Gelände mal mit den anderen ein wenig rennen kann, in die ist er mir noch nie reingerannt, weil er einen Umkreis von ca. 10m um mich rum in der Regel nicht verlässt. Am Dienstag wollte er an der Schleppi allerdings keinen Meter gehen und hat sich immer wieder die Augen gerieben, an der Flexi (auf die ich dann gewechselt bin) ist er dann unsicher mitgegangen, ich denke da kann er mehr fühlen, wie ich mich bewege.

Mit unserern beiden anderen Hunden hat er kein Problem, aber fremde Hunde mag er immer weniger an sich heranlassen, er, der immer ein ausgesprochener "Augenhund" war kann sie vermutlich nicht mehr richtig deuten und geht dann aus der Unsicherheit heraus lieber auf Angriff.

Spannenderweise gibt es ganz wenige Hunde, die seine Show durchschauen und trotzdem auf ihn zukommen. Wenn sie dann fast Nase an Nase mit ihm stehen freut er sich meist wie ein Schneekönig und will spielen. Versteh einer diesen Hund.
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Alt 28.09.2012, 15:18   #5
Liz
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Ach wie süß.
Kommt mir bekannt vor. Hunde denen wir auf der Straße begegnen machen Nana zunehmend angst, sie ist dann sehr aufgebracht, wurde aber auch schon mehrmals von hinten angefallen. Sie geht auch lieber vor als zurück bei Hunden. Aber bellt nur.

Sie war auch immer ein totaler Augenhund.
Kommen Pflegis geht sie hin, macht die Nase drauf und riecht, wedelt und geht wieder.

Abends wenn jemand heim kommt bellt sie oft sehr, erst wenn derjenige gesprochen hat weiß sie wer es ist. bei schlechtem Licht erkennt sie also noch viel viel schlechter.

Es ist schon traurig, wie sie so reduziert geworden ist nun auf Ängste und Triebe.
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Alt 08.10.2012, 22:06   #6
Liz
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Ich habe Nana nun bereits einen Anhänger fürs HAlsband gekauft in der Hoffnung das wenn was passiert und sie doch weder wo falsch hinrennt die Leute positiver reagieren wenn sie sehen das sie schlecht sieht.

Sie ist zwar noch nicht blind und heute schien so stark die Sonne das ich das gefühl hatte sie hat heut sogar recht gut gesehen.
Doch es ist nach wenigen Tagen schon aufgefallen wie positiv die Leute auf die Marke reagieren, auch wenn Nana bellt usw.
Sehr angenehm, sicher auch für Nana.
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Alt 11.10.2012, 19:54   #7
Capi
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Hallo Liz,
meine Tara ist jetzt 12 und ist mittlerweile sehbehindert. Das ist natürlich was anderes wie ein grauer Star und wirklich altersbedingt. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, manche Situationen für sie zu lösen. D. h. das ich die Situation schon von weitem abchecke und mich dann schützend vor meinen Hund stelle. Sie hat gelernt, daß sie hinter mir in Schutz ist und ich die Situation für sie regele.
LG, Linda, die rüstige Rentnerin Tara und das rollifahrende Einauge Caprioara
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Alt 03.06.2013, 15:25   #8
Liz
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Wir mussten Nana leider im Februar gehen lassen...
Sie wurde nur 8 Jahre alt und hatte einen Hirntumor wie bereits ihre Mutter schon..
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Alt 03.06.2013, 15:42   #9
LuckyTino
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Oh das ist schade...... es tut mir sehr leid für euch.

Nana ist bestimmt gut auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke angekommen und ihr geht es bestimmt wieder gut.
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Alt 03.06.2013, 19:58   #10
blue_angy
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R.I.P. kleine Nana... nun kannst du das Regenbogenland in vollen Zügen genießen!

@Liz: Fühl dich gedrückt!!
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LG Angy und die Rumänenbande Janto (keinäugig) und Felix (Schissbüx)



"Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde sehen! (Mark Twain)"
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