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Alt 02.03.2011, 12:10   #1
Ella
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Beiträge: n/a
Standard Der Hund soll stehen bleiben

Ella ist wahrscheinlich ein Podenco Mix. Ein Auge ist total blind, auf dem anderen kann sie hell und dunkel unterscheiden und sie sieht auch große Hindernisse. Wahrscheinlich ist sie Anfang 2010 "erblindet", durch eine nicht behandelte Leishmaniose Erkrankung in Spanien. Wir wissen nichts aus ihrem Vorleben.
Wenn man Ella die Leine anlegt, geht offenbar in ihrem Kopf ein Schalter
"VOLLE KRAFT VORAUS" an. Dann marschiert sie los, meist die Nase am Boden. Wenn ich stehen bleibe, weil einer meiner Rüden das Bein hebt,
muß Ella ja auch stehen bleiben weil sie durch die Leine nicht weiter kommt.
Dann schiebt sie mit dem Hinterteil so doll, dass sie quer steht, weil es vorne nicht weiter geht.
Fünf Minuten von uns entfernt ist ein schöner Hundeauslauf (Wald, Wiesen, Badestrand), da haben wir sie auch schon von der Leine gemacht. Auch in der Hoffnung, dass sie sich etwas an unsere anderen Hunde orientiert.Denkste.
In Ellas Gehirn gibt es nur VORWÄRTS. Wenn wir rufen, kommt sie auch manchmal zu uns aber meistens stürmt sie noch mehr vorwärts und je mehr wir schreien, desto schneller läuft sie vorwärts. So das wir uns nicht mehr trauen, sie von der leine zu lassen. Was uns aber in der Seele weh tut.
Auch wenn unsere drei Rüden wie die Zinnsoldaten stehen, Ella stürmt vorwärts. Wenn wir mit ihr üben, klappt es manchmal, das sie stehen bleibt.
Ich habe aber nicht den Eindruck, dass sie versteht was man meint, sie ist dann nur genervt und bleibt stehen, nimmt das Leckerchen und will endlich
weiter.
Bitte wie habt Ihr euren Hunden Stopp beigebracht ?
Liebe Grüße
Irene
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Alt 02.03.2011, 16:24   #2
skyline
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Hallo Irene,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist Euer Problem der Rückruf, der nicht funktioniert und außerdem das Ziehen an der Leine, oder???

Oder meintest Du ein Stop auf Entfernung, ohne zu Dir heranzukommen? Das halte ich aber für schwieriger als den Rückruf .

Ich würde niemals einen Hund von der Leine lassen, bei dem ich mir nicht sicher sein kann, dass er auf Rufen zurückkommt und dabei spielt es keine Rolle, ob der Hund sehen kann oder nicht . Podencos haben ja noch dazu jede Menge Jagdtrieb, das kann schnell gefährlich werden .

Vielleicht wäre für Euch eine Schleppleine (10m oder länger) eine Lösung für den Anfang, denn so kannst Du sicher sein, dass Dein Hund nicht wegläuft und Ella hat mehr Freiheit als an einer normalen Leine.
Außerdem lässt sich so der Rückruf gut üben. Die Schleppleine sollte dabei natürlich nicht am Halsband, sondern am Geschirr befestigt sein.

Wie sieht es denn aus, wenn Du die anderen Hunde heranrufst? Kommt Ella dann auch? Wenn nicht, könntest Du das mit der Schleppleine üben.
Mein Blindfisch hat sich immer viel an den anderen Hunden orientiert - wenn ich sie gerufen habe, kam er ebenfalls - aber ein Aussie ist natürlich kein Podenco .

Das Stop auf Distanz war bei Sky schwierig, weil er statt anzuhalten immer Kreise lief.
Deshalb haben wir ersatzweise das Platz auf Distanz geübt.
So kann ich sicher sein, dass er sofort anhält, wenn es z.B. gefährlich wird - ob er dabei nun steht oder liegt war mir dabei wurscht .

Die Arbeit mit einem blinden Hund ist meiner Meinung nach nicht viel anders als mit einem sehenden und wenn man mal nicht weiter kommt, hilft es manchmal, z.B. ein neues Kommando neu und sauber aufzubauen .

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Training und bin mir ganz sicher, dass Ihr das mit viel Geduld hinbekommt .
__________________
Liebe Grüße
Petra mit dem gemischten Doppel Unkas und Makawi sowie Sky (blind) und Jette (taub)

Für Trixi, unvergessen:
Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen und Abschied nehmen müssen.
(Albert Schweitzer)


"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." (Antoine de Saint-Exupéry)
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