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Alt 08.02.2011, 00:00   #11
Kati
Koboldfan
 
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Schön, dass Du einen eigenen Thread zu Deinem Thema aufgemacht hast ...

Ich finde es auch ganz schwierig, aus der Ferne Vermutungen anzustellen.

Ich kenne nur autistische Kinder und deren Verhaltensweisen sind ja nun tatsächlich anders, als die von nicht gehandicapten Menschen.
Laienhaft betrachtet gehe ich deshalb davon aus, dass sich demzufolge auch autistische Hunde anders benehmen und demzufolge von Artgenossen nicht richtig verstanden werden können - was natürlich zwangsläufig zu Mißverständnissen und daraus resultierend zu Problemen in der Kommunikation führen kann.

Eigentlich kann sich nur jemand ein Urteil über die Situation bei Euch erlauben, der die beiden Hunde im täglichen Miteinander über einen längeren Zeitraum erleben kann und (vor allen Dingen !) die nötige Kompetenz besitzt, die Hundesprache im allgemeinen und die von Deinem (wie Du sagst) "geistig beschränkten" Hund im besonderen, tatsächlich zu verstehen - den Menschen zu finden, läuft auf die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen hinaus .

Ich würde mir an Deiner Stelle auch ganz bestimmt noch andere Meinungen einholen, wage aber mal zu behaupten, dass Du genau so viele verschiedene Ansichten wie Hundetrainer (leider auch oft genug nur selbsternannte Hundeexperten) finden wirst.

Deshalb denke ich, dass es nur einen einzigen Weg gibt: Wenn Du Dich von keinem der beiden Hunde trennen magst, dann musst Du zum Experten für Euer kleines Rudel werden; Du musst ganz schnell die Sprache Deiner Hunde erlernen und verstehen; sie konsequent und zuverlässig und sicher führen; Du musst ganz viel und sehr genau beobachten; brenzlige Situationen vermeiden; viel loben und positiv verstärken, wenn etwas gut läuft; viel Zeit, Nerven, Geduld investieren ... und damit leben, dass es sicherlich auch immer mal wieder Rückschläge gibt.

Erfahrungsgemäß wächst frau an ihren Aufgaben und gerade weil Du beide Hunde (wie Du schreibst) abgöttisch liebst, lohnt es sich ganz bestimmt, für ein harmonisches Miteinander zu kämpfen ...
__________________
Kati mit Doddi im Arm und Jule im Herzen
"Die, die wir lieben, sterben nicht von uns weg.
Sie sterben in uns hinein und bleiben als Erinnerungen für immer bei uns !"

Geändert von Kati (08.02.2011 um 00:05 Uhr)
Kati ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2011, 15:19   #12
Beata
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Zitat:
Zitat von Kati Beitrag anzeigen
Schön, dass Du einen eigenen Thread zu Deinem Thema aufgemacht hast ...

Ich finde es auch ganz schwierig, aus der Ferne Vermutungen anzustellen.

Ich kenne nur autistische Kinder und deren Verhaltensweisen sind ja nun tatsächlich anders, als die von nicht gehandicapten Menschen.
Laienhaft betrachtet gehe ich deshalb davon aus, dass sich demzufolge auch autistische Hunde anders benehmen und demzufolge von Artgenossen nicht richtig verstanden werden können - was natürlich zwangsläufig zu Mißverständnissen und daraus resultierend zu Problemen in der Kommunikation führen kann.

Eigentlich kann sich nur jemand ein Urteil über die Situation bei Euch erlauben, der die beiden Hunde im täglichen Miteinander über einen längeren Zeitraum erleben kann und (vor allen Dingen !) die nötige Kompetenz besitzt, die Hundesprache im allgemeinen und die von Deinem (wie Du sagst) "geistig beschränkten" Hund im besonderen, tatsächlich zu verstehen - den Menschen zu finden, läuft auf die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen hinaus .

Ich würde mir an Deiner Stelle auch ganz bestimmt noch andere Meinungen einholen, wage aber mal zu behaupten, dass Du genau so viele verschiedene Ansichten wie Hundetrainer (leider auch oft genug nur selbsternannte Hundeexperten) finden wirst.

Deshalb denke ich, dass es nur einen einzigen Weg gibt: Wenn Du Dich von keinem der beiden Hunde trennen magst, dann musst Du zum Experten für Euer kleines Rudel werden; Du musst ganz schnell die Sprache Deiner Hunde erlernen und verstehen; sie konsequent und zuverlässig und sicher führen; Du musst ganz viel und sehr genau beobachten; brenzlige Situationen vermeiden; viel loben und positiv verstärken, wenn etwas gut läuft; viel Zeit, Nerven, Geduld investieren ... und damit leben, dass es sicherlich auch immer mal wieder Rückschläge gibt.

Erfahrungsgemäß wächst frau an ihren Aufgaben und gerade weil Du beide Hunde (wie Du schreibst) abgöttisch liebst, lohnt es sich ganz bestimmt, für ein harmonisches Miteinander zu kämpfen ...
Dem schließe ich mich uneingeschränkt an!!!

Wir können nur Hilfestellung geben, damit Du Deine Hunde besser verstehen und führen kannst.
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Alt 08.02.2011, 16:28   #13
seutedeern
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Hallo,

auch wenn jetzt einige den Kopf schütteln werden :

Da du schreibst das das ganze mit der Geschlechtsreife des Kleineren begann, was hälst du von dem Kastrationschip ?

Erstens kann damit "ausgetestet" werden ob dies wirklich der Grund ist und wenn es so sein sollte, dann ist der Alte Rüde der "vollwertige" und sein Anspruch erfährt durch den Jüngeren in dieser Beziehung keinen Angriff mehr.

Würde ich auf jeden Fall so machen, bevor ich mich von einem der beiden trennen müßte.

LG
Kerstin
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Katja im Gedanken immer dabei
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seutedeern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2011, 18:15   #14
Eisprinzessin
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@Kati:

Danke für dein Posting, es hat mich sehr motiviert und.. ja, auch ein wenig Hoffnung geben, das man sowas doch meistern kann, ohne einen abzugeben.
Ich bin bereit, alles dafür zu tun, das wir alle zusammen und auch friedlich leben können.

@seutedeern:

Mein junger Rüde wurde letzte Woche Montag kastriert. Bisher kann ich nur behaupten, das noch anhänglicher geworden ist. Mehr noch nicht.
Mein TA meint, das dies eine Menge ausmachen wird. Meine Trainerin meint, das dies völlig überflüssig war, weil eine Kastration nichts bringt bei Rangfolgekämpfen.

-----------------------------------

Ich bin froh, das ich hier einige Meinungen höre. Ich bin für jeden vernünftigen Ratschlag und Tipp sehr dankbar.
Wenn ihr noch iwas bestimmtes wissen müsst/ wollt, dann fragt mich bitte.
Ich werde so gut ich kann, eure Fragen beantworten - hauptsache ich finde einen Weg, das keiner gehen muss... =(
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Alt 08.02.2011, 19:51   #15
Beata
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Eine Kastration mitten in einer Rangfindungsphase ist sehr problematisch. Ich selber halte davon gar nichts. Es ist eine ziemliche hormonelle Umstellung, mit der der Rüde dann zu kämpfen hat und das in einer Zeit, in der es so schon schwierig ist. Ist aber meine persönliche Meinung und ...auch Erfahrung. Das kann auch nach hinten losgehen.

Besser wäre, zu sehen, wie man das hundegerecht am besten löst.

Noch eine Frage: seit wann geht das so bei Deinen Rüden?

Geändert von Beata (08.02.2011 um 19:52 Uhr)
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Alt 08.02.2011, 19:53   #16
Eisprinzessin
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Wir waren letztes Jahr im August mit Bekannten im Urlaub, eine von ihnen hatte ihre Hündin bei, die genau in dieser Zeit läufig würde. Meine Hunde sind natürlich gar nicht klar gekommen. Da haben sie sich das erste mal angemotzt.
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Alt 08.02.2011, 19:54   #17
Beata
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Ist das seit dem so weitergegangen, auch ohne Beisein von anderen Hunden oder war dann wieder eine Pause?

Dieser Fall ist ja eigentlich schon fast normal, also hat mit Rangfindung als solches nichts zu tun.
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Alt 08.02.2011, 19:58   #18
Eisprinzessin
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Seitdem war nie ein anderer Hund wieder dabei und die Kämpfe kamen immer öfter.
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Alt 08.02.2011, 20:07   #19
Beata
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Sorry, dass man so viel fragt, aber nur so kann man sich ein Bild machen.


Sind es denn echte Kämpfe, oder ist es nur ein anraunzen?
Sind es verschiedene Dinge, die dazu führen, oder ist es jedesmal die gleiche Situation?

Man muß wirklich, so wie es oben schon beschrieben wurde, ganz viel Fingerspitzengefühl und Hundesprache an den Tag legen, um die Hunde führen zu können, das ist das Wichtigste.
Da ich mich mit authistischen Hunde nicht auskenne....in wieweit ist Dein Rüde "normal", also wie viel kann er umsetzen, oder wo hat er seine grenzen?
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Alt 08.02.2011, 20:12   #20
Beata
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Dein Problem lösen auf die Ferne, das kann man nicht, weil man dazu alles vor Ort sehen müßte, man kann Dir aber helfen, zu erkennen, worauf Du achten mußt, um Deine Hunde einschätzen zu können. Damit kannst Du auch besser beurteilen und bist nicht auf die alleinige Aussage eines Hundetrainers angewiesen, sondern kannst mitwirken.
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