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Alt 10.03.2010, 22:26   #1
grka
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Standard Autismus beim Hund?

Hallöle

ich war jetzt lange nicht online, da mein Laptop defekt war.

ich hab mich letztens mit jemanden unterhalten und kam dabei auf ein paar FRagen. Sagt mal, gibt es eigentlich Autismus beim Hund?

Wir kamen so darauf weil wir uns über Ever unterhalten haben. Dank der SD Medis ist er ja deutlich besser trainierbar geworden, aber ich hab immernoch das Problem, daß er bekannten Situation einfach super inzwischen ist, aber sobald sich auch nur eine Kleinigkeit in seinem Tagesablauf oder Umgebung ändert er damit so gar nicht umgehen kann und sich sofort hochpuscht. Am besten komme ich mit ihm klar, wenn immer alles nach Schema F läuft und er ganz klare schwarz/weiß ansagen bekommt. Sobalds ins graue geht kommt er damit nicht mehr klar und ist völlig durch den Wind. Ich hab schon den Eindruck, daß er die ganzen Eindrücke nicht immer richtig sortiert bekommt und er damit am besten klar kommt wenn man für ihn quasi vorsortiert

Daraufhin meinte jetzt eine Bekannt ob das nicht auch eine Form von Autismus ist und irgendwie geht mir die Frage nicht aus dem Kopf
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Alt 11.03.2010, 19:41   #2
Migi13
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Ist Autismus nicht eher das Zurück ziehen in die eigene Welt? Ein nict zugänglich sein für die Menschen um sich rum, ein nicht Mitteilen können/Wollen, Nähe nicht aushalten können? Das wäre jetzt so das was ich unter Autismus kenne.
Das was du beschreibst hört sich für mich eher nach ADS an, so wie ich es von Menschen kenne. Obs ADS bei Hunden gibt, keine Ahnung, das müsste ja diagnostiziert werden können.
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Alt 12.03.2010, 21:02   #3
Ina
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Hallo,
Zitat:
Zitat von Migi13 Beitrag anzeigen
Ist Autismus nicht eher das Zurück ziehen in die eigene Welt? Ein nict zugänglich sein für die Menschen um sich rum, ein nicht Mitteilen können/Wollen, Nähe nicht aushalten können? Das wäre jetzt so das was ich unter Autismus kenne.
Meine Jule ist eine Art Autist. Sie lebt in ihrer eigenen, kleinen Welt, aber manchmal schafft sie es aus dieser Welt auszubrechen und offener für ihre Umwelt zu sein.
Jule braucht ihre festen Rituale, einen geordneten Tagesablauf, denn sonst gerät ihre Welt durcheinander.
LG
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Alt 12.03.2010, 22:19   #4
Migi13
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Zitat:
Zitat von Ina Beitrag anzeigen
Hallo,

Meine Jule ist eine Art Autist. Sie lebt in ihrer eigenen, kleinen Welt, aber manchmal schafft sie es aus dieser Welt auszubrechen und offener für ihre Umwelt zu sein.
Jule braucht ihre festen Rituale, einen geordneten Tagesablauf, denn sonst gerät ihre Welt durcheinander.
LG
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Was passiert wenn ihre Welt durcheinander gerät? Wie verhält Jule sich dann?
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Alt 12.03.2010, 23:21   #5
Ina
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Huhu,
Zitat:
Zitat von Migi13 Beitrag anzeigen
Was passiert wenn ihre Welt durcheinander gerät? Wie verhält Jule sich dann?
Irgendwo in den Tiefen des Forums hatte ich ihr Verhalten schon mal niedergeschrieben. Ich find den Beitrag grad nich, werde aber suchen und stell dir dann den Link dazu hier rein.
LG
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Alt 12.03.2010, 23:36   #6
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Huhu,
guckst du mal hier:

http://www.behinderte-hunde-forum.de...utismus&page=2

LG
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Alt 12.03.2010, 23:58   #7
Migi13
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Dankeschön
Das ist ja schon sehr heftig, die arme Maus und ihr geplagte Besitzer. Ich finds toll wie souverän ihr das das alles regelt
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Alt 15.03.2010, 16:17   #8
BlindFisch
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Diesen "Authismus" hatte ich mit meiner Buffy auch im Haus, was ueber das Julchen gelesen habe, kenn ich nur zugut, zwar in anderen Macken/Tikks etc. aber diese Mordgelueste sind mir bekannt :-(
Wir hatten aber einen Beruhigungs-trick:
Wie bei authistischen Menschen beruhigte sie sich, wenn ich sie fest in den Arm nahm und leicht drueckte (wirkt bei Wilma auch).

Nach Buffys Tod kam Wilma, unser Blindfisch, auch die weist derartiges Verhalten auf, zum Glueck aber etwas abgeschwaecht...aber es reicht, einen zeitweise in den Wahnsinn zu treiben...Besonders Besuch macht sie "verrueckt"...
Seit ein paar Monaten bekommt sie "Relaxan" eine Nahrungsergaenzung, die ausgeglichener machen soll...Bis jetzt scheint es tatsaechlich zu wirken, auch wenn ich skeptisch bin, hoere ich das viel von Aussenstehenden...
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Alt 30.03.2010, 22:25   #9
Jaro
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Zitat:
Zitat von BlindFisch Beitrag anzeigen
Wir hatten aber einen Beruhigungs-trick:
Wie bei authistischen Menschen beruhigte sie sich, wenn ich sie fest in den Arm nahm und leicht drueckte (wirkt bei Wilma auch).
O weh, das klingt nach der Festhaltetherapie und ist höchst umstritten.

Sollte man auch nicht ausprobieren bei autistischen Menschen, die so stark sind wie man selber oder stärker, könnte nämlich sein, daß sie sehr aggressiv darauf reagieren und man ordentlich eine gewatscht bekommt. Nur so mal aus Vorsicht geschrieben (von jemand mit profunden Autismuskenntnissen), nicht daß das jemand unbedarft ausprobiert.
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Alt 31.03.2010, 21:48   #10
Ina
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Huhu,
Zitat:
Zitat von Jaro Beitrag anzeigen
O weh, das klingt nach der Festhaltetherapie und ist höchst umstritten.
Festhaltetherapie würde bei Jule glaub ich auch mehr kaputt als heile machen - zumindest, wenn sie in ihrer Durchtillphase ist, danach siehts dann anders aus, denn da sucht sie den Kontakt zu mir, möchte förmlich in mich hineinkriechen.
Ich zwinge Jule zu nichts, ich lasse sie in diesen Momenten einfach agieren. Anfangs war es für mich sehr schwer ihr ganzes Verhalten einzuordnen, damit umzugehen, aber mit der Zeit wächst man da rein und lernt speziell zu reagieren und ich denke Jule und ich haben einen guten Weg gefunden mit "ihrer Art" zu leben, wir haben uns aufeinander eingelassen und vertrauen uns.
LG
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