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Alt 14.07.2008, 00:36   #1
an.cz
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Standard Wie bringe ich meinem Hund bei, dass der andere nichts sieht

So - seid heute abend ist Stivi bei uns. Es gab erstmal ein Bad für ihn und dann hat er die Wohung vorsichtig erkundet.
Und nun mein Problem: Wie mache ich meinem Bushido klar, dass Stivi "anders" ist?
Z.B. geht Bushido die Treppe hoch, Stivi versucht es auch und rempelt ihn an - Krach! Bushido steht im Garten und Stivi läuft von hinten auf ihn drauf - Krach!
Was kann man da tun?
LG Anita
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Liebe Grüße Anita mit Dream-Team Bushido & Sean & Aisling
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Alt 14.07.2008, 11:05   #2
Feldmann2005
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Standard Re: Wie bringe ich meinem Hund bei, dass der andere nichts s

Hallo Anita, ich werde Dir da kaum helfen können. Aber unsere Blindifraktion wird sich bestimmt bald mit ein paar Tips zu Wort melden.LG Leni
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Alt 14.07.2008, 11:21   #3
Melanie
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Standard Re: Wie bringe ich meinem Hund bei, dass der andere nichts s

Ich würde versuchen, beiden Hunden Sicherheit zu geben.
Sie müssen sich ja erst aneinander gewöhnen.
Nimm Stivi doch anfangs an die Leine, sodass es nicht zu solchen Anremplern kommen kann.
Führe ihn langsam an Bushido ran und lass sie schnuppern, belohne beide.
Du kannst auch ein Hörzeichen einführen, wenn Stivi in die Nähe von Bushido kommt, damit er weiß, dass er kurz davor ist und langsamer macht. Mit der Zeit wird er es eh riechen, wenn Bushido in der Nähe ist. Und Bushido wird mit der Zeit schon merken, dass Stivi anders ist als er. Aber anfangs kann er das ja nicht wissen. Alle müssen lernen...
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Alt 14.07.2008, 12:12   #4
skyline
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Standard Re: Wie bringe ich meinem Hund bei, dass der andere nichts s

Hallo Anita,
ich überlege gerade, wie ich es gemacht habe, grübel.
Blindi Sky stieß anfangs auch gegen meine beiden anderen Hunde, er trat sogar auf sie rauf.
Trixi legte sich ganz offensichtlich un den Türrahmen, wo Sky immer seine Kreise drehte, obwohl sie da vorher nie lag [img][/img] . Man konnte den Eindruck haben, sie wartet darauf, während sich Unkas zurückgezogen hat und sehr unglücklich war über unseren Neuzugang.
Ich glaube nicht, dass man es seinem Hund erklären muss, sie merken von selber, dass der Neue anders ist. Ich habe eigentlich gar kein großes Aufsehen darum gemacht.
Wenn Trixi Sky angeknurrt hat hab ich nur gesagt "ist ok", um ihr zu zeigen, das das "normal" ist. Wurde sie zu heftig hab ich gesagt "jetzt ist gut". Ich habe niemals geschimpft, denn dann hätte ich die Aufmerksamkeit meiner Hunde nur noch mehr auf Sky gelenkt. Unkas hätte sich dann noch mehr abgekapselt. Sky hat die Zurechtweisungen meiner Hunde besser verstanden als alle Erklärungen, denn es war nicht lange Thema. Ich glaube, es ist ganz wichtig für Bushido, dass Du ihm zeigst, wie wichtig er Dir weiterhin ist und dass Du ihn verstehen kannst. Das hilft ihm mehr als Erklärungen.
Die Anfangszeit ist einfach für alle schwierig, nicht nur für den Neuen oder für Dich, auch- und vielleicht ganz besonders für Bushido. Aber glaub mir, es wird besser.
LG Petra
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Petra mit dem gemischten Doppel Unkas und Makawi sowie Sky (blind) und Jette (taub)

Für Trixi, unvergessen:
Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen und Abschied nehmen müssen.
(Albert Schweitzer)


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Alt 14.07.2008, 12:54   #5
Vera
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Standard Re: Wie bringe ich meinem Hund bei, dass der andere nichts s

Hallo Anita,

als meine Dana vor ca. 2 Jahren von heute auf morgen erblindet ist, hatten wir
anfänglich auch enorme Schwierigkeiten.

Klein-Spiki (25 cm Schulterhöhe; 6,5 kg) wurde von Dana (47 cm Schulterhöhe; 18 kg)
regelrecht platt gewalzt...

Das andauernde Anrempel und Drauftreten wurde von Spiki innerhalb von kürzester Zeit
mit richtig fiesen Angriffsattacken geahndet; sobald Dana in seine Nähe kam, sah man
nur noch seine Zähne blitzen...

Dana ließ sich dies bis zu einem gewissen Grad gefallen und dann teilte sie auch aus.

Ich traute meinen Augen nicht, mein Rudel, das einst so harmonisch miteinander gelebt hatte, verkeilte sich in richtig ernst zunehmende Beißereien.

Also mußte gehandelt werden:

Meine Augen waren überall, ich gab Dana Hilfestellung, damit sie sich darauf einstellen konnte, wo Spiki sich aufhält (Kommando: "Vorsicht, Spiki"), ich half ihr entsprechende Liegeplätze, ohne vorher Spiki zu beengen, aufzusuchen.

Spiki `s Knurren und Lefzen hochziehen sobald Dana in seine Nähe kam, unterband ich mit einem
"Nein, es ist okay"; sobald er sich beruhigte gab es für beide ein kleines Leckerli.

In dieser Zeit habe ich viel mit Dana & Spiki gesprochen, sie bestärkt und Hilfestellung geleistet.

Innerhalb weniger Tage normalisierte sich das Verhalten der beiden immer mehr.

Heute ist es so, das ich fast gar nix mehr sagen muss, Spiki hat mittlerweile gelernt, sich
durch SCHÜTTELN, GÄHNEN, SCHMATZEN usw. für Dana hörbar zu machen.

Wenn Dana minutenlang in seine Richtung starrt, nimmt er dies als Spielaufforderung und
macht sich einen heiden Spass daraus; Dana läßt sich durch sein wildes Rumgehüpfe und Gespringe dann auch gleich mal zum Spielen animieren. [img][/img]

Hab einfach wenig Geduld, egal ob Blindi oder Normalo, mit entsprechender Hilfestellung
wird sich alles bald von selbst regeln.

LG
Vera
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Liebe Grüße von Vera
mit
dem kleinen, gehbehinderten JRT-Rüden Spiki (PL operiert) und
Dana, meiner blinden
Hündin ( † 12.11.09 um 18.45 Uhr ) • Dana, I miss you so much •

"
Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.“ (Aldous Huxley)


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Alt 14.07.2008, 15:22   #6
Beate
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Standard Re: Wie bringe ich meinem Hund bei, dass der andere nichts s

Huhu Anita,

ich denke auch das es sich sehr schnell normalisiert, Stivi muß ja jetzt erstmal alle Gerüche zuordnen und sich seine Umgebung verinnerlichen, das sind jetzt sehr viele neue Eindrücke für ihn. Bis dahin kannst du wie die anderen schon geschrieben haben Hilfestellung leisten, indem du viel mit den beiden sprichst und warnst bevor es zu einer Rempelei kommt. Das bedeutet für dich das du die beiden eigentlich ständig beobachten mußt.
Das wird schon, dauert allerdings ein paar Tage. Ich wünsche euch viel Erfolg und dir keinen fusseligen Mund
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Beate
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Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. (Christian Morgenstern)

Geändert von Vera (24.01.2009 um 23:23 Uhr)
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Alt 14.07.2008, 23:34   #7
an.cz
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Standard Re: Wie bringe ich meinem Hund bei, dass der andere nichts s

Der Mund ist schon fusselig [img][/img]

heute ging es auch schon ohne größeren Stress - leider muss ich Stivi - wenn ich auf Arbeit bin in einen anderen Hausbereich sperren. Aber da kommt er dann zur Ruhe.

Ich muss ja leider arbeiten und gerade jetzt ist der ganze Schuljahres-Ende-Stress. Aber ich denke wir werden das schon packen [img][/img] meine Kinder unterstützen mich nach Kräften obwohl sie ja auch arbeiten müssen.
Und sobald ich wieder Zeit habe kommen Bilder - versprochen!!
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Alt 11.01.2009, 23:06   #8
Xolove
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Beiträge: n/a
Standard

Hi Anita,

Ich habe auch gerade dasselbe Thema hier bei mir laufen.
Mein Bibi ist seit Silvester hier und kracht mit meinen anderen beiden zusammen oder tritt auf sie drauf... gar nicht so ohne bei den Grössenunterschieden (Bibi: 57cm, 18kg; Allegu: Pekinese, 6kg; Schatzi: 39cm, 8kg)

Allegu habe ich jetzt ein Katzenglöckchen umgehängt, damit Bibi weiss wo sie gerade ist und Schatzi hat es verstanden, dass er selbst ausweichen muss.
Ich glaube, ihm ist das sogar recht angenehm, weil er jetzt herausgefunden hat, dass er sich unbemerkt an Bibi vorbeischleichen kann.
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Alt 27.10.2010, 11:11   #9
Caro10623
Gast
 

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Standard Blindfisch Charlotte und die anderen...

Hallo,

bei meinen Dackeln war es so, dass es das erste halbe Jahr zu kleinen Kämpfen beim Anrempeln bzw Gegenlaufen kam.

Ich habe versucht, alle etwas zu beruhigen, wenn es dazu kam. Mittlerweile, nach 4 Jahren, ist es selbstverständlich, es regt sich keiner mehr auf, wenn er von Charlotte überlaufen wird, im Gegenteil, jetzt ist sie die Chefin und findet es unverschämt, dass derjenige im Wege liegt. Aber es kommt ÜBERHAUPT NICHT MEHR zu irgendwelchen brenzligen Situationen, die anderen Dackel haben gelernt Rücksicht zu nehmen.

Also ich glaube, das brauch einfach Zeit und man muss Ruhe in die Sache bringen, es ist aber sicherlich bei großen Hunden nicht ganz einfach. Obwohl man Dackel nicht unterschätzen soll, die können sich bis auf das Blut streiten.

Ich weiß nicht, ob das geholfen hat. Ist aber zumindest eine Erfahrung.

Liebe Grüße und alles Gute für euch!!

Caro
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