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Alt 10.02.2007, 19:26   #11
Ilka
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Standard Re: schleichender Zerfall

Seufz... wie gut ich euch verstehen kann!!!

Meine Schäfi-Hündin wird 11 Jahre alt, sie kam als Welpe zu mir. Ich liebe sie heiß und innig, wir sind ein unzertrennliches Team.
Im Laufe der Jahre sind wir zusammen gewachsen und brauchen nicht mehr viele Worte, um uns zu verständigen!

Gott sei Dank hat sie keine HD. Eigentlich ist sie auch sonst noch sehr fit für ihr Alter... und trotzdem... halt die Einschränkung "für ihr Alter"!!
Im Dezember die OP wegen des bösartigen Tumors am Gesäuge.
Unsere Autos parken wir auch schon bergab, damit sie noch gut in den Kofferraum springen kann.
Heute fiel mir einmal mehr auf, daß ihre Augen so langsam milchig werden.
Und auch das Gehör läßt langsam aber sicher nach...

Wenn ich das schreibe, könnte ich heulen, einfach vor Angst!! Angst, sie viel zu früh gehen lassen zu müssen.
Und doch froh um das Wissen, daß sie einer der Hunde ist, die an keinem einzigen Tag in ihrem Leben Böses erfahren mußte!
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Alt 10.02.2007, 22:38   #12
Usch
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Standard Re: schleichender Zerfall

Hallo Ihr,

eigentlich bin ich kein Freund der Vogel-Strauß-Politik, eher ein "Macher". Am liebsten sofort was unternehmen, das ist eher meins.

Hier in dieser Rubrik lese ich zwar - aber nicht gerne. Es dauert keine 2 Minuten und mir laufen die Tränen. Angst kriecht hoch. Also stecke ich den Kopf in den Sand und setze mich ganz feige einfach nicht damit auseinander - noch nicht...

Ich hoffe so, daß Ina recht hat und man da hineinwächst.

Romeo wird in gut 4 Wochen 10 Jahre alt. Einen alten Hund zu haben, war noch sooooo weit weg und bald gehören wir dazu.

Der Gedanke, daß mein Fusseliger nicht mehr morgens das erste ist, was ich sehe, schnürt mir regelrecht den Hals zu.

Wie ich lese, geht es euch ja ähnlich und das tröstet mich ein wenig.


P.S. Ilka, wie geht es Margherita?
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Liebe Grüße

Usch
mit Elli im Arm und Romeo und Lunes im Herzen

Es häufen sich die Begebenheiten, deretwegen ich mir wünschte, Noah und seine Sippe hätten damals das Schiff verpasst (Mark Twain)
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Alt 11.02.2007, 08:59   #13
Ilka
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Standard Re: schleichender Zerfall

Hallo Usch,

über Margherita gibt es derzeit sehr positive Nachrichten. Nach etlichen Untersuchungen und Umstellung der Medis schlagen diese derzeit sehr gut an!
Die Darminkontinenz ist wohl fast weg, an manchen Tagen muß kein Einlauf gemacht werden, es reicht eine Massage.
Alle hoffen, daß die Medis auch in Zukunft diese Wirkung behalten!!
Es weiß natürlich keiner, aber im Moment geht es ihr auf ihrer Pflegestelle blendend!! [img][/img]
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Alt 11.02.2007, 14:51   #14
Marty
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Standard Re: schleichender Zerfall

Hi Ilka,

das sind ja tolle Nachrichten [img][/img]

Ich wünsche der kleinen Maus, dass es für sie nur noch bergauf geht, sie hat es so sehr verdient.

LG
Martina
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Liebe Grüße

Martina

mit den Sternenfellkindern Flöckchen, Lissy und Pucki

Tempora mutantur nos et mutantur in illis - Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen (lateinisches Sprichwort)
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Alt 11.02.2007, 18:44   #15
Vera
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Standard Re: schleichender Zerfall

Huhu Ilka,

kann mich Martina nur anschließen...tolle News [img][/img]
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Liebe Grüße von Vera
mit
dem kleinen, gehbehinderten JRT-Rüden Spiki (PL operiert) und
Dana, meiner blinden
Hündin ( † 12.11.09 um 18.45 Uhr ) • Dana, I miss you so much •

"
Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.“ (Aldous Huxley)

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Alt 11.02.2007, 20:33   #16
Katja
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Standard Re: schleichender Zerfall

Huhu Ilka,

das ist ja super, solche Fortschritte nach so kurzer Zeit! Ich drück ganz fest die Daumen, dass es für Margharita weiter so gut läuft [img][/img]

LG
Katja
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Alt 12.02.2007, 12:39   #17
Tania
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Standard Re: schleichender Zerfall

Hallo Ilka,

Schön zu hören, das es der Kleinen schon besser geht.

Bin da jetzt nicht ganz auf den Laufenden, aber wenn Magaritha das in den Griff bekommt, steht das dann vielleicht zu debate, das Du die Kleine doch zu dir nehmen kannst??

Gruß Tania
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Lieben Gruß
Tania mit Mailo,Rocky und Saskia

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Alt 14.02.2007, 14:25   #18
Ilka
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Standard Re: schleichender Zerfall

Ich denke, wohl eher nicht.
Man weiß nie, ob die Medis wirklich auf Dauer so anschlagen wie jetzt... Und da wir berufstätig sind, wäre das natürlich dann ein ziemlicher Rückschlag.
Am besten wäre es für die Kleine, wenn sie ein Zuhause bekommt, wo sie sozusagen eine rundum-Betreuung genießen kann.. Besser, als wenn hinterher alle Beteiligten wieder eine neue Lösung finden müßten!!
Durch diese "Hölle" bin ich einmal gegangen mit ihr, das muß ich nicht nochmal haben!!
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Alt 14.02.2007, 18:58   #19
Stella
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Standard Re: schleichender Zerfall

hallo,

wenn ein Tier altert, ist es schlimm , es mit ansehen zu müssen, das veiles nicht mehr so klappt, wie sie es gern machen würden.

Ich habe am letzten Samstag eine 10-16? Jahre alte Katze verloren.
Sie konnte zwar bis zum Tag davor noch langsam laufen, aber fressen war schon anstregend für sie und oft ging etwas neben die Toilette.

Man will sicher auf jeden Fall die Entscheidung, das Tier zu "erlösen" so lange , wie möglich hinausschieben.Als sie während de Sterbens vor Schmerzen jammerte, habe ich mich doch gefragt, ob ich sie nicht vorher hätte erlösen lassen sollen. [img][/img]

Ich hatte doch immer auf Besserung gehofft.

Mein DSH Titus war im Alter von 1 Jahr durch seine Erkrankung mit der Bauchspeicheldrüse so abgemagert, dass er nicht mal mehr allein austehen konnte.
Ich hatte immer Angst , dass ich ihn tot auffinden würde.
Zum Glück war es gut behandelbar und heute ist er gut drauf.

Sicher hat jeder dieselbe Angst vor dem Tag , an dem alles plötzlich anders sein wird.
Trotzdem werden wir sie alle mit viel Verständis begleiten bis zu ihrem letzten Tag.

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Alt 07.07.2007, 22:15   #20
Kati
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Standard Re: schleichender Zerfall

Ihr Lieben alle !
Als Ihr Euch damals über dieses Thema unterhalten habt, hätte ich gerne mitgeredet, denn auch ich konnte den schleichenden Zerfall gerade hautnah miterleben. Nun, etliche Monate später, habe ich mich entschieden, meinen Beitrag hinzuzufügen. Vielleicht macht er ja denen ein wenig Mut, die in der gleichen Situation sind:

" Aus dem Leben mit einem Hundekind, das inzwischen ein Hundesenior geworden ist ...

Januar 2007

Vor einigen Jahren noch bereitete mir Jules älter werden ehr Kummer.
Mit Argusaugen beobachtete ich jede Veränderung in ihrem Verhalten.
Es machte mich traurig, dass sie auf unseren Spaziergängen immer langsamer wurde.
Es tat mir in der Seele weh, wenn ihr beim Laufen gelegentlich mal die Beine wegknickten, oder sie manchmal Probleme beim Treppensteigen hatte. Der Gedanke, dass sie irgendwann in absehbarer Zeit sterben könnte war übermächtig.

Doch dann stapfte Doddi direkt in mein Herz und mitten hinein in unser Leben.
Durch ihre Geschichte habe ich einen völlig anderen Blickwinkel bekommen.
Sie hat mir die Augen geöffnet und mir gezeigt, um was es wirklich geht.

Jeder glückliche Moment zählt !

Deshalb kann ich mich heute über jeden Tag freuen, den Jule noch bei uns
ist und nur manchmal kommt doch ein bisschen Wehmut auf.
Als sie z.B. Weihnachten während der Bescherung ganz ruhig, fast andächtig, neben mir lag, war das so ungewöhnlich, dass ich mir ernsthaft Gedanken gemacht habe, ob sie spürt, dass es vielleicht ihr letztes Weihnachtsfest ist. In den vergangenen Jahren mussten wir nämlich immer
Sorge haben, dass sie vor Aufregung und Dauergebell einen Herzschlag bekommen wird.

Ansonsten ist es wirklich rührend mitzuerleben, wie sich unser Julchen verändert.
Ihr ehemals dickes Fell ist inzwischen viel dünner und sieht immer irgendwie "strubbelig" aus. Manchmal hat sie wieder fast etwas "welpenhaftes" ...



Beim Streicheln spürt man jeden einzelnen Knochen und Jule wiegt auch 5 kg weniger als früher. Da sie meistens einen gesunden Appetit hat und fast immer gut frisst, wird es wohl die schwindende Muskelmasse sein, die dafür verantwortlich ist. Der liebevoll gemeinte Begriff "klapperig" trifft es ganz gut ...

Ich finde es unglaublich süß, wenn sie wie eine kleine Maschine, in ihrem typischen Schaukelgang, hinter mir herläuft. Denn sie läuft, und läuft, und läuft. Manchmal fällt sie dann einfach um. Doch gleich rappelt sie sich wieder auf und weiter geht`s. Und weil sie mit ihren Hinterbeinen immer mehr über den Boden schleift - was über kurz oder lang dazu führt, dass ihre Krallen bluten - trägt die alte Dame nun eben (Schutz)Schuhe. Damit ist das Problem aus der Welt und Jule zu einem echten Hingucker geworden.
Sie stiehlt damit sogar manchmal unserem kleinen Dreibein die "Show".

Wir haben auch vom Halsband wieder auf ihr altes Brustgeschirr gewechselt.
In jungen Jahren hat es Jule sanft gebremst, nun hilft es uns, wenn sie an der Leine zu langsam wird. Ich kann sie damit einfach besser unterstützen. Bisher bereitet ihr unser täglicher Spaziergang von mindestens einer Stunde aber noch keine Probleme - wir sind halt nur etwas langsamer unterwegs und schaffen nicht mehr ganz so viel Strecke in der Zeit. Und an viel befahrenen Straßen muss Jule nun wieder an der Leine laufen - weil sie manchmal einfach
vergisst, an der Bordsteinkante anzuhalten und plötzlich auf die Straße schlurft.

Vor kurzem haben wir ihren alten Weidenkorb mit hohem Rand, gegen einen Neuen aus Kunstleder ausgetauscht, in den sie einfach hineingehen kann. Die besondere Füllung des Kissens passt sich dem Körper an und Jule liegt ausgesprochen gerne in ihrem "Wellness - Körbchen".
Somit scheint es wirklich kuschlig zu sein.

Seit einiger Zeit studiere ich intensiv das Praxisbuch von Linda Tellington - Jones. Immer wieder habe ich in den letzten Jahren darüber gelesen, nun probiere ich die Tellington - Touches selber aus. Jule genießt es sehr und ich denke, dass es ihr auch gut tut.

Spezielles Seniorenfutter bekommt unser Oldie schön länger, aber da sie nun mit 14 Jahren zunehmend Probleme hat ihre Hundekuchen zu knacken, probieren wir gerade ein etwas weniger hartes Frühstück aus. Ich putze jetzt auch regelmäßig ihre erstaunlich guten und nahezu vollständigen (!) Zähne. Die kleine Schmusebacke hält ganz still - sogar mit der elektrischen Zahnbürste lässt sie sich im Maul herumhantieren !

Auch mit dem Umstand, das Jule fast gar nichts mehr hört, haben wir uns gut arrangiert. Da sie von kleinaufan alle Kommandos sozusagen doppelt gelernt hat, können wir nun problemlos auf die Sichtzeichen zurückgreifen. Und manchmal finde ich es durchaus angenehm, weil "Hörnix - Hund" nicht mehr alles mitbekommt und somit viel weniger Grund hat zu kläffen ;0). An Silvester war das eindeutig von Vorteil ...





__________________
Kati mit Doddi im Arm und Jule im Herzen
"Die, die wir lieben, sterben nicht von uns weg.
Sie sterben in uns hinein und bleiben als Erinnerungen für immer bei uns !"
Kati ist offline   Mit Zitat antworten
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