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Alt 25.03.2009, 19:26   #1
flychen
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Standard Allergie auf Deltamethrin,...

Was bisher geschah!
Dann will ich auch mal zur Themenbereicherung in diesem Bereich beitragen und von unserem "damaligen" Problem berichten.

2004 kaufte ich mir einen 9 Monate alten Border Collie. Leider musste ich feststellen, dass der Hund ab und zu lahmte. Man redet sich ja immer was ein. Wie, ach der hat schlecht gelegen; ach, der hat sich vertreten; usw. Doch im Sommer des Vorjahres, ich trainierte nun das shedding, wurde es dermaßen schlimm, das es nicht nur vertreten, oder schlecht gelegen, sein konnte.
Ich suchte eine bekannte Klinik auf, da ich dachte, hier wäre ich in erfahrenen Händen.
Man diagnostizierte einen Sesambeinbruch nach Laufprobe, Abtasten und Röntgen. Der Hund sollte im Training bleiben und nur nach stärkerer Anstrengung an den mir gezeigten Stellen mit Voltaren eingeschmiert werde. So ging ich überglücklich nach Hause und war wieder guter Dinge.
Am darauf folgenden Montag (3 Tage nach dieser Diagnose), trainierte ich ganz einfache simple Sachen, ganz ohne Anstrengungen für den Hund. Tja, und am Abend konnte sich der Hund so gut wie gar nicht mehr bewegen. Er schlich wie ein uralter Opa.
Ich war fassungslos. Nach einer unruhigen Nacht, rief ich meine Freundin, eine superpingelige Tierärztin an. Erzählte ihr mein Leid, den TA-Befund und die Behandlung. Meine Freundin war etwas entsetzt und nannte mir eine andere Klinik.
Ich rief sofort dort an und bekam einen Tag später einen Termin. Nach eingehenden Gespräch und einer intensiven Untersuchung (Laufproben, Beugeproben, Röntgen, Ultraschall)war diesem TA sofort klar, das das Problem nicht im Fußbereich, sondern im Schulterbereich sein muss. Diagnose, Muskelentzündung im Bicepsmuskel.
Es folgten wochenlange Schonung mit Schmerzmittel und Spaziergänge nur an der Leine, wochenlange Schonung ohne Schmerzmittel mit Spaziergängen an der Leine. Im Dezember bekam ich von diesem TA wieder grünes Licht und gab ich den Hund nach und nach wieder Freilauf. Fing vorsichtig mit dem Fahrradtraining wieder an - aber, der Hund zeigte recht schnell wieder Symptome. Also nahm ich den Hund wieder an die Leine und war wieder ratlos.
Als ich im Feb. meinem Haus-TA zu einem Schaf rief, erzählte ich ihm von dem Problem mit dem Hund. Er riet mir den Hund mit Elektrotherapie zu behandeln, um das Narbengewebe elastischer zu machen. Rennaktionen soll ich bei diesem Hund völlig vermeiden. Am Schaf trainieren nur, wenn ich mit dem Hund per Rad zu den Schafen fahre. Also gut warm, soll er sein.
Als ich diesem TA die gesamten Röntgenbilder zur Einsicht gab, fand er den Bicepsmuskel zuwenig geschädigt, das der Hund derarte Symptome zeigt. Er riet mir einen Chiropraktiker aufzusuchen.
Aus Erzählungen der Züchterin, habe ich im letzten Jahr erfahren, das der Hund bei ihr, also vor meiner Zeit, mal ganz böse rückwärtsblickend an einen Hängerkupplung gerannt sein soll. Eine Narbe davon hat der Rüde heute noch sichtbar am Kopf.
Tja und nun gingen wir in der nächsten Woche zu einer Tierärztin, die sich auf Chiropraktik und Akupunktur spezialisiert hat.
Ich hoffte ganz doll, dass sie meinem Hund helfen kann!
Frau O. fand keine Blockaden, die derart schwerwiegende Reaktionen auslösen.
Da dieser junge Hund nun TA-mäßig ausdiagnostiziert ist, bin ich bei ihr, sie ist auch spezialisiert auf Akupunktur in den richtigen Händen.
Mein Rüde hatte nun 4x eine Akupunktur und er läuft immer noch super, völlig ohne Leine, läuft ab und zu wieder am Rad und am Schaf hat er auch schon einige Male gearbeitet!
Die Abstände der Akupunktur werden nun gestreckt und wir versuchen zu erreichen, dass der Hund mit einer halbjährigen Sitzung auskommt!!!

Und so ging es weiter!


Dazu müsste ich wohl noch erzählen, das Twix beim Training am Schaf sich des öfteren auch schon mal überschlagen hat und manchmal so unerklärliche Greifaktionen starten wollte. Meine Trainerin, meinte damals schon, es sei so, als hätte er Schmerzen!

Ich habe mich immer wieder gefragt, was ich denn nun (2007) verändert habe!!! Warum wird es auf einmal mit ihm wieder so dramatisch schlechter??? In der Nacht endlich kam die Erleuchtung!!!
Ich sage nur: S.......!
Nachts noch, habe ich ihn davon erlöst!
Hier mal ein Auszug aus dem Beipackzettel, den ich dann mittags zu Gemüt führte!!!

Äußerst selten können neurologische Symptome wie Zittern (Original Beipackzettel steht Tremor!!!!) und Teilnahmslosigkeit(Original Beipackzettel steht Lethargie) auftreten. In solchen Fällen sollte das Halsband entfernt werden. .....
Dann habe ich gegooglet und fand dies!!!

Dystoner Tremor
Dieser Tremor ist gekennzeichnet durch eine Fehlfunktion bei der Kontrolle von Bewegungen. Der Betroffene leidet unter plötzlich auftretenden Fehlbewegungen und Verkrampfungen der Muskulatur, die sehr schmerzhaft sein kann.
oder auch
der aufgabenspezifischer Tremor
Tritt häufig bei professionellen Musikern und Sportlern auf, bei denen durch die hoch spezialisierte, motorische Beanspruchung oftmals die Grenzen der Koordinationsfähigkeit erreicht werden. Diese Art des Tremors tritt aber nur bei sehr spezialisierten Tätigkeiten auf.

Es passt alles!

Mittlerweile weiß ich, dass dies die Ursache war!!! Aus meinen Notizen aus 2006 ist ersichtlich, wann ich das erste Male dies Halsband anlegte und es passt genau mit seinen Problemen überein!
Twix geht es tägl. besser. Gestern Abend hatte er werde einen steifen Gang, noch lahmte er, wenn er aus einer Liegeposition aufstand.
Ich denke bis er wieder vollkommen OK ist, wird es wohl wieder eine Weile dauern!

Es lohnt sich doch, wenn man sich nicht immer nur mit einer Situation abfindet, sondern immer wieder die Ursachenforschung weiter betreibt!

Bis damal war ich ein totaler Fan von diesem Insektenhalsband!

Noch was, seit dem er dieses Insektenhalsband nicht mehr trägt, ist auch Twix seine extreme Futterallerie verschwunden!!!!
Er vertrug damals nur 2 TroFuttersorten, sonst absolut nix!
Er bekam heftigste Durchfälle, die nur durch Spasmovetsan, was ich ihn unter die Haut spritzte, zum Stillstand kam!
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Barbara mit Twix, Ruby, Ayla und der blinden Fly (verst. 20.02.2012) und Ann (verst. 28.05.2014) im Herzen
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Alt 25.03.2009, 21:13   #2
Ina
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Hallo Barbara,
dein Bericht ist sehr interessant und erinnert mich an ein Erlebnis, das schon viele Jahre zurückliegt, da war ich noch nicht einmal Volljährig. Damals trug mein Kater ein Insektenhalsband, weiß leider nicht mehr welcher Hersteller und welcher Wirkstoff es damals war - etwa 2 Stunden nachdem ich ihm dieses Halsband umlegte bekam er ganz schreckliche Krämpfe mit Lähmungszuständen und ich nahm das Halsband sofort wieder ab und innerhalb kurzer Zeit normalisierte sich sein Zustand wieder. Seit diesem Erlebnis kommt bei meinen Tieren so ein Halsband nicht mehr zum Einsatz, denn ich war damals total geschockt was für Auswirkungen so ein "Ding" haben kann.
LG
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Alt 08.04.2009, 07:05   #3
silvermoon
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Hallo Flychen Deine Geschichte ist echt interessant, hab da mal eine Frage zu.. Nachdem du ja jetzt festgestellt hast was das Problem ist stellt sich mir die Frage , da du ja einen Border Collie hast ob der auf MDR1 getestet ist. Gerade MDR1 betroffene Hunde reagieren sehr empfindlich auf verschiedenste Floh/Zeckenmittel und Halsbänder.
Auch Träger des Defekts können überempfindlich reagieren. Wichtig ist gerade bei den britischen Hütehunden dies testen zu lassen, da du ja auch schreibst das du mit deinem Border an den Schafen arbeitest und diese ja mit teilweise sehr aggressiven Mitteln behandelt werden.
Ich habe selber 2 reinrassige Collies die darauf getestet sind und mache vorsichtshalber jeden TA drauf aufmerksam das meine Hündin Träger (es also vererben kann) ist,denn auch diese können überempfindlich reagieren, wie gesagt können müssen aber nicht.

LG Cora
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Alt 08.04.2009, 09:37   #4
flychen
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Der Rüde wurde MDR1 getestet! Er ist ok!
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Alt 19.04.2009, 20:42   #5
Petra
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Hallo,
ich habe heute beim Spaziergang von einem Corgi Besitzer folgendes berichtet bekommen:
Sein Rüde hat einen Herzfehler, der seit einiger Zeit medikamentös behandelt wird. Als er vor 2 Wochen das erste Spot-on dieses Jahres aufgetragen hat, ging es dem Hund sehr schlecht und er musste sofort zum TA. Dort stellte sich heraus, dass Deltamethrin und das Herzmedikament nicht zusammen gegeben werden dürfen.
Deltamethrin ist also wirklich nicht zu unterschätzen!
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Alt 19.04.2009, 23:05   #6
asti
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Im Tierheim erlebe ich es häufiger, dass Katzen oder Hunde, die ein Zecken-/Flohhalsband tragen, Ekzeme haben. Daher benutzen wir sie nicht.
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Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.
Ernst R. Hauschka
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