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Alt 10.03.2012, 08:19   #1
Capi
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Standard Hüftluxation behandeln?

Hallo Leute,
ich habe da eine Frage zu zwei verschiedenen Hunden.

Erst mal meine Capriora. Sie hat ja einen Unfallquerschnitt. Aber sie baut am Oberschenkel immer mehr Muskeln auf. Jetzt hat ihre Physio gemutmaßt, daß sie stabiler wäre, wenn man ihre starke HD operieren würde. Bei Capriora ist die Pfanne viel zu groß, so daß der Hüftkopf gar keinen Halt findet. Einerseits denke ich mir, eine Hüftop laß ich erst machen, wenn sie mehr Muskeln hat, aber andererseits kann sie erst Muskeln kriegen, wenn die HD besser ist. Mh. Gibt es irgendwelche "minimalinvasiven" Eingriffe, bei denen sie nicht drei Monate außer Gefecht gesetzt ist und wieder von Anfang anfangen darf?

Zweiter Hund. In der Tierschutzorga sitzt ein Hund mit Hüftluxation. Es sieht so aus, als ob es keine HD ist. Gibt es eine Technik, die Hüfte ohne OP wieder an den richtigen Platz zu bringen?
Grüße,
Linda, Tara, Capriora
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Alt 10.03.2012, 16:13   #2
Aqui
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Soweit ich informiert bin, kann man die "unblutige Einrenkung" einer Hüftlux. nur rel. zügig nach Trauma vornehmen und es ist nicht sicher, dass sie anschliessend stabil ist.

Bei meiner Pflegemaus Noly war bei Diagnose die Lux schon min. zwei/drei Wochen alt (kann auch schon länger her gewesen sein), da ging gar nix mehr, aber auch nicht mehr operativ, da die Hüftgelenkspfanne innen bereits Veränderungen und Anlagerungen aufwies. Daher Femurkopfresektion...

lG Anja
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Alt 11.03.2012, 09:45   #3
Capi
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Ich fürchte, dann kommt dier Bub um eine OP nicht herum...
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Alt 31.03.2012, 17:43   #4
Capi
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Hallo,
also unsere Physiotherapeutin meint Capriora würde eine Femurresektion helfen. Habt jemand con Euch damit Erfahrung?
Ich dachte eigentlich, nachdem da so wenig Muskeln sind, sollte man nichts weg nehmen, aber sie meint, das würde ihr beim stehen lernen helfen, weil es besser ist, wenn die Bänder nicht permanent überdehnt werden.
Grüße,
Linda, Tara, Capriora
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Alt 31.03.2012, 23:14   #5
Aqui
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Hi Linda,

sind beide Seiten betroffen oder ist es einseitig? Und wie hatte sich eure Physio das dann gedacht?

Klar ist, eine HD kann schon echt biestige Schmerzen verursachen, so dass der Hund das Bein/die Beine eigentlich gar nicht mehr gerne benutzen mag... Was sagt denn der behandelnde TA dazu?

Meine Pflegehündin Noly hatte ja eine Resektion einseitig (im vergangenen September) und die hat ihr auf jeden Fall Schmerzen genommen. Sie setzt das Bein auch ganz gut mit ein, jedoch mehr in Stützfunktion als zum aktiven Schubgeben. Sie hat allerdings durch das monatelange Laufen mit Hüftlux. (ja, sie hat das Bein immer mit benutzt!) einen Trochanterhochstand, der zu Beinlängenungleichheit führt, das krieg' ich wohl auch nicht mehr hin. Daher ist sie links nicht so gut bemuskelt wie rechts, man sieht deutlich, welches Bein die Hauptarbeit macht.

Bei Capi werdet ihr Euch dann ggf. kreative Gedanken für den Muskelaufbau machen müssen (bei Femurkopfresektion das A und O), da es ja nochmal ein etwas speziellerer Fall durch die tlw. Lähmung ist (hab' ich doch richtig im Kopf?). Aber es kann klappen, auch wenn noch nicht viel Muskelmasse vorhanden ist, das war bei Noly nämlich auch überhaupt nicht, sie kam ja nur Haut und Knochen, völlig unterernährt hier an.

Aber für Prognosen speziell für Capi können Dir nur die Ärzte/Therapeuten weiterhelfen, die das Mäuschen auch persönlich kennen, das geht nicht aus der Ferne.

lG Anja

Geändert von Aqui (31.03.2012 um 23:17 Uhr)
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Alt 01.04.2012, 18:59   #6
Capi
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Hallo Anja,
ja, die Capriora hat eine Querschnittlähmung. Sie benutzt ihre Beine aber schon ab und zu zum anschieben. Sie hat HD an beiden Hüftseiten. Aber nur die rechte Hüfte ist luxiert. Die ist komplett draußen und die Physiothreapeutin sagt, das die Bänder dadurch überdehnt werden. Sie sagt, wenn das behoben ist, hätte sie mehr Stabilität und kann Muskeln aufbauen. Die linke Hüfte muß sicher auch irgendwann ran, aber im Moment hält sie noch. Schmerzen hat sie eher nicht.
Wie war das bei Noly? Wie lange hat es gedauert, bis er mit der Reha anfangen konnte? Wie lange, bis er wieder fit war?
LG, Linda
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Alt 01.04.2012, 23:27   #7
Aqui
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Noly ist ein Mädchen und wir haben sofort mit der Reha angefangen. Naja, also nicht ganz sofort, die ersten zwei Tage nach OP sollte sie angeleint nur eben in den Garten für ihre Geschäfte. Danach haben wir langsam aufbauend gearbeitet, begonnen mit 5 x 3 Min./Tag, nach zwei Wochen war ich bei 3x20 Min./Tag und habe begonnen, zum Muskelaufbau leichte Steigungen zu gehen. Es waren vier Wochen Leinenzwang von der Ärztin verordnet, den ich eigenmächtig um zwei Wochen verlängerte, weil Jungspund Noly ohne Leine gleich wieder losgalloppieren wollte, wobei das Beinchen oft waagrecht in der Luft mitwirbelte...
Noly hat das Bein eigentlich nach den ersten zwei Tagen sofort selbst wieder benutzt, so mancher Hund muß dazu dann wohl erst "überredet" werden.
Sie war recht schnell wieder fit, ZU schnell eigentlich, denn das "Unter-Kontrolle-Bekommen" des Beins hat dann doch noch gedauert. Ich meine aber, dass ich gut acht bis zehn Wochen nach OP schon wieder tolle Galoppsequenzen geknipst habe, wo es schon wieder alles ganz gut klappte.
Unsicherheiten bestehen allerdings, ich mache mit ihr relativ viel Gleichgewichtstraining, da sie in dem Berreich recht unsicher ist und sich auf ihr operiertes Bein nicht 100% verlassen kann (z.B. auf einem Baumstamm balancierend) - das wird aber für Euch eher nicht so Thema sein?!

Schau mal, hier hab' ich ein paar Fotos nach OP:

http://wirbelwindnoly.blogspot.de/20...-hier-bin.html

lG Anja
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Alt 03.04.2012, 07:49   #8
Capi
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Huch,
sorry, mea culpa. Das passiert nach 6 Stunden auf dem Hundeplatz.
Klingt ja alles sehr vielversprechend.
Ich werde das alles mal mit der Physio und unserem Orthopäden durch sprechen.
Viele Grüße,
Linda, Tara und Capriora, die gestern einen Inlinesakter in voller Fahrt gejagt und fast erwischt hat
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