Behinderte Hunde Forum

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Alt 27.03.2009, 20:23   #11
gwenny
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Warum sollte das Thema Kastration bei Hunden anders behandelt werden als bei Katzen? Wohl kaum jemand bezweifelt, dass man Kater kastrieren lassen soll, oder? Und nicht nur wegen des Geruchs, sondern auch wegen der unkontrollierten Vermehrung. Nicht jeder Hundehalter ist in der Lage wirklich immer alles so perfekt zu managen. Das ist eine Wunschvorstellung.

Wie ist es denn mit der Sterilisation, ist die auch verboten?

Kastration oder Sterilisation - ich bin bekennender Befürworter!

Allerdings muss ich sagen, dass ich das bei Gwenny immer vor mir herschiebe,
da sie mit einem Schnitt am Bauch doppelt behindert wäre, zumindest für die Zeit der Heilung.
Ansonsten keine Frage, würde ich mich immer dafür entscheiden. Frühkastration ist mir persönlich aber auch nicht ganz geheuer. Nur so vom Gefühl her.
Wir hatten im Laufe der Zeit sowohl kastrierte als auch unkastrierte Rüden und Hündinnen, die kastrierten hatten m.E. ein freieres, unbeschwerteres Leben!

Liebe Grüße
Ulrike mit Rolli-Gwenny
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Alt 27.03.2009, 22:50   #12
Katja
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Huhu ihrs,

nicht nur, dass ich ein absoluter Kastrationsbefürworter bin, ich würde sogar eine eine allgemeine europaweiteKastrationspflicht für als Heimtiere gehaltene Hunde und Katzen begrüßen. Unsere Tierheime wären deutlich leerer, wenn nicht Hinz und Kunz mal eben mit seinen Tieren vermehren dürfte wie er lustig ist. Wunschdenken, ist mir schon klar!

In der Theorie ist aufpassen sicher einfach, kaum einer tuts aber wirklich gewissenhaft. Oder wie sonst sind die ganzen "Ups-Würfe" zu erklären? Ottonormalhundehalter macht sich nicht die Gedanken, die wir uns hier machen, so ist es leider nun mal. Mir sind hier durchaus schon Kinder im Grundschulalter mit freilaufender läufiger Hündin begegnet... Selbst wenn man selbst auf seinen Hund acht gibt hat man nicht allzu viel davon, wenns die anderen nicht tun. Prima, wenn man mit läufiger Hündin an der Leine von potenten Rüden verfolgt wird, deren Besitzer das auch noch lustig finden.

Ein Hund, der seinen Sexualtrieb nicht ausleben kann, hat Streß und das nicht zu knapp, das ist Fakt. Ebenso Fakt ist, dass dauerhafter Streß krank macht. Ist beim Menschen so und beim Tier nicht anders. Neben anderer gesundheitlicher Aspekte ist das etwas, was meiner Meinung eindeutig für Kastration spricht.

Meine Hunde sind alle kastriert und auch alle zukünftigen Hunde werden kastriert werden, wenn nicht gesundheitliche Gründe eindeutig dagegen sprechen und als Tierquäler fühle ich mich deshalb keineswegs, ganz im Gegenteil. Keiner von ihnen hat Fell- oder Gewichtsprobleme. Von sechs kastrierten Hündinnen, die insgesamt schon mit mir lebten, war eine inkontinent. Das war aber weniger auf die Kastration ansich zurückzuführen als auf die Kombination Kastration und jahrelanges massives Übergewicht, das der Vorbesitzer ihr angefüttert und das sie bei mir verloren hat. Die Inkontinenz war medikamentös gut behandelbar, im letzten halben Lebensjahr waren keine Medikamente mehr erforderlich. Der Vollständigkeit halber sei aber erwähnt, dass meine Hündinnen alle klein und leicht waren und somit das Risiko einer Inkontinenz geringer. Bösartige Gesäugetumore hatte Rosi, mit 9 Jahren unkastriert mit riesigem hängendem Gesäuge zeugend von unzähligen Würfen zu mir gekommen.

Klar, wenn man das Tierschutzgesetz ganz wortwörtlich auslegen möchte ist Kastration nicht grundsätzlich erlaubt. Grundsätzlich erlaubt wäre es mir aber, meiner Hündin alle halbe Jahre ihr Leben lang eine Hormonspritze zur Unterdrückung der Läufigkeit mit massiven Nebenwirkungen geben zu lassen? Verkehrte Welt, in der wir leben... Gott sei Dank kastriert nahezu jeder Tierarzt trotzdem - würden sie es nicht tun, hätten wir wohl auch in Deutschland Tötungsstationen!

Huhu Leni,

mein Wissensstand war bisher, dass eine sterilisierte Hündin weiterhin läufig wird. Ist das bei Nia nicht so, weil sie noch vor der ersten Läufigkeit sterilisiert wurde?

Huhu Heike,

beim Seminar in Schwerte hast du doch letztens noch gesagt, dass Aston kastriert wird?
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Alt 28.03.2009, 07:04   #13
Feldmann2005
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Hallo Katja,
...nein ich denke auch bei der Sterilisation gibt es unterschiedliche Varianten. Die Eierstöcke wurden entfernt-die Gebärmutter bleibt drin- so wird sie nicht läufig; der Körper kann aber noch zumindest die Hormone bilden die gut für die Knochen sind. Ist jetzt von mir seeeeeehr laienhaft wiedergegeben...ich kann das aber gern nochmal genauer nachfragen. Gebärmutterentzungsrisiko genauso gering wie bei einer Kastration da diese eben vor dem Eingriff hormonell nicht aktiv war.
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Alt 28.03.2009, 17:47   #14
Ina
Aufbau & Logistik
 
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Huhu,
puh, da haben wir ja mal wieder ein recht brisantes Thema am Start.

Auch ich bin ein absoluter Befürworter der Kastration. Sicher, legt man dasTierschutzgesetz ganz eng aus, so ist die Kastra verboten - allerdings ist das Vorbeugen gegen bestimmte Krankheiten (die ich hier nicht alle auflisten möchte) durchaus als medizinische Indikation FÜR eine Kastration zu sehen!

Meine Dana, war als Leonberger ein großer Hund, sie bekam durch die Kastra keine Gewichtsprobleme, weil die Kastra solche auch gar nicht verursacht. Gewichtsprobleme (wenn nicht krankhaft bedingt) entstehen durch zuviel Nahrung. Nach einer Kastra verändert sich der Stoffwechsel, letztendlich fällt auch der Stress (der auch Kalorien verbrennt) der Hormone weg und da ist der Besitzer gefragt die richtige Menge der Mahlzeit herauszufinden.
Meine Dana wurde durch die Kastra auch nicht inkontinent (das letzte Jahr zwar schon, aber das lag nicht an der Kastra sondern an den absterbenden Nerven durch CECS) , dieses Problem bekommt nur ein geringer Prozentsatz und das lässt sich dann widerum gut mittels Tabletten in den Griff bekommen.
Das mit dem "Aufpassen" halte auch ich für sehr gefährlich, weil eben "Ottonormalhundehalter" dazu meist gar nicht fähig oder willens sind. Auch hier ein Beispiel von meiner Dana aus ihrer potenten Zeit. Ich ging mit Dana an der Flexileine gesichert spazieren, denn auch läufige Hündinnen müßen schließlich mal raus, da kam ein großer potenter Rüde angerannt. Ich sagte zu Dana SITZ und GsD führte Dana dieses Kommando auch zuverlässig aus. Der Rüde wollte sie aber trotzdem decken und juckelte auf ihrem Rücken rum. Etwas abgenervt rief ich zu den Besitzern sie sollen gefälligst ihren Rüden abrufen, meine wäre nicht umsonst an der Leine, weil eben läufig. Die Antworten, die ich bekam brachten mich in Rage: es hieß "der hört eh nicht" - na wunderbar, dann pflücken sie ihn eben runter und dann kam " ne, der schnappt dann und man hätte da angst". Boah, wutschnaubend pflückte ich den recht imposanten Rüden von meiner Dana und dieser schnappte tatsächlich, erwischte mich aber nicht. Bei sowas läuft mir die Galle über.
Ein Hund, ob nun Rüde oder Hündin der sein ganzes Leben potent ist, steht ständig unter Strom und damit unter Stress.
Würde ich dauernd in Reizwäsche vor meinem Mann rumspringen und er dürfte immer nur gucken und nie anfassen, dann würde selbst mein gutmütiger Mann irgendwann ausflippen.
Gerade bei einer Hündin ist eine geschlossene Gebärmuttervereiterung selbst von absolut erfahrenen Hundehaltern oft nicht zu erkennen und wenn es dann bemerkt wird, ist es meist schon zu spät, weil der Kreislauf schlapp macht. Selbst eine offene Gebärmuttervereiterung, bei der Sekret abfließt, wird oft von "Ottonormalhundehalter" als "ach, die hat öfter mal so Ausfluss" abgetan. Ich habe schon Hunde in der Klinik gesehen, deren Gebärmutter geplatzt war, weil es eben nicht bemerkt wurde...
Leider, leider habe ich trotzdem eine unkastrierte Hündin - meine Jule, denn bei ihr geht eine Kastra aus gesundheitlichen Gründen nicht.
Meine Dolly war auch nicht kastriert und in ihrem Alter und der bekannten Narkoseanfälligkeit bei Pekis traute sich da auch niemand ran. Letztes Jahr mußten wir sie dann operieren lassen und dies war ein großes Risiko, aber meine olle Trulla hat es ja GsD geschafft. Sie hatte Tumore an den Eierstöcken und einen Riesentumor von über 500g in der Gebärmutter, der bei der nächsten Läufigkeit geplatzt wäre und das hätte ihren sicheren Tod bedeutet.
Für mich gilt: hier wird alles kastriert was in Zukunft kommt, außer es gibt gravierende gesundheitliche Gründe, die dagegen sprechen würden.
LG
Ina
__________________
Werte eine Behinderung nicht als Makel sondern nimm sie als Herausforderung an.
(c)Ina
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Alt 28.03.2009, 18:41   #15
Kim
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Zitat:
Zitat von Katja Beitrag anzeigen
beim Seminar in Schwerte hast du doch letztens noch gesagt, dass Aston kastriert wird?
Nee, hab gesagt alle meine Hunde sind kastriert, bis auf Aston.
__________________
liebe Grüße Heike mit
Jamie, Aston, Indiana und
den Katzen Coopa und Lenny
sowie 6 Hühner und 1 Hahn, 3 Kaninchen, 17 Schafe und 17 Rinder

Die Wahrheit siegt durch sich selbst. Eine Lüge braucht stets einen Komplizen.

(Epiktet)






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Alt 29.03.2009, 20:12   #16
Katja
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Huhu ihrs,

ich hab auch nochmal gegoogelt

Eingriffe an Tieren
§6
(1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn
  1. der Eingriff im Einzelfall
    nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder
    bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerlässlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen,
  2. ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 1 oder 7 vorliegt,
  3. ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 2 bis 6 vorliegt und der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerlässlich ist,
  4. das vollständige oder teilweise Entnehmen von Organen oder Geweben zum Zwecke der Transplantation oder des Anlegens von Kulturen oder der Untersuchung isolierter Organe, Gewebe oder Zellen erforderlich ist,
  5. zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird
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Alt 05.04.2009, 15:32   #17
sukadeva
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Zitat:
Zitat von Kim Beitrag anzeigen
Ich weiß einfach nicht warum man einen Hund einfach so kastrieren sollte? Wenn man keine Welpen will, dann muss man aufpassen. Das ist gar nicht so schwer.

Eine Hündin nur zu kastrieren wegen Angst vor Krebs ist kein Grund. Ist es kein Gesäugetumor oder anderes der Art, kann es den Hund dennoch auf eine andere Art und Weise treffen.

Klar leiden Rüden wenn nette Mädels gut duften. Meiner auch, aber da muss er eben durch, fertig. Nur weil mich es nervt, das er rumjankt, werden ihm nicht die Bommels weggenommen.

Bei Jamie lagen derzeit medizinische und psychische Gründe vor und sie wurde kastriert. Hätte sie diese Schwierigkeiten nicht gehabt, wäre sie so geblieben wie sie ist. Aston ist intakt und wer wird es auch bleiben. Wir trainieren auch mit läufigen Hündinnen und ich verlange da Gehorsam, das ist reine Erziehungssache. Aufwenig, mühsam, aber machbar.

Meine Hündin pinkelt übrigens an jeden Busch, Baum, Laterne, etc. Sie ist ein reines Markierwunder. Meine Rüden sind dagegen harmlos.

Fakt ist, mit Kastration nimmt man dem Hund die Hormone. Hormone braucht man zur Entwicklung. Nimmt man sie früh, entwickelt sich der Hund zwar weiter weil es biologisch so sein soll, aber man hemmt dennoch einen Teil diese Entwicklung.
Hallo Heike,
muß nochmals was zu Deinem obigen Beitrag sagen.
Was Du schreibst, finde ich wirklich schön und bei mir wäre es ja auch machbar glaube ich, aber wie würdest Du denn Deine Worte umsetzen, wenn Deine Jamie nicht kastriert wäre?
Dazu Dein pubertierender Jüngling Aston und Deine beiden erwachsenen Rüden auch unkastriert?
Jamie jedesmal in ein extra Zimmer sperren wenn Du die Hunde alleine lassen mußt um arbeiten zu gehen?
Kann mir nun wirklich nur sehr schwer vorstellen dass so Rudelhaltung überhaupt möglich ist.

Liebe Grüße von Eva mit Surya
__________________
Was du nicht willst, das man dir tu', das füg' auch keinem andern zu.

Geändert von sukadeva (05.04.2009 um 15:40 Uhr)
sukadeva ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2009, 18:50   #18
Xolove
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Ich habe 3 intakte Hunde (1 Hündin, 2 Rüden).
Der 2.Rüde ist erst seit Silvester bei mir eingezogen und seitdem gab es noch keine Läufigkeit im Haus, aber davor hatte ich auch nie Probleme sie im Haus für ein paar Tage zu trennen bzw. hat es sich oft sogar so toll ergeben, dass meine Hündin auf Kurzurlaub bei meiner Mama oder Schwester war.
Das ist natürlich perfekt, da sie sich sehr gerne haben und Mama+Schwester natürlich vollkommen vertrauenswürdig+verantwortungsbewusst sind.

Ich hatte noch nie einen Wurf und werde nie einen haben.
Das traue ich mich durch meine Lebensumstände (24h tägl. mit Hunden zusammen + grosses Haus mit mehreren Eingängen) ganz fix zu sagen.
Unter anderen Lebensumständen würde ich mich vielleicht nicht trauen ein gemischtes intaktes Rudel zu halten.

Sorge macht mir eher, dass sich meine Rüden während einer Läufigkeitsphase streiten und es dann ernsten Konkurrenzkampf geben könnte.
Zusätzlich weiss ich auch noch nicht, wie mein blinder Bibi grundsätzlich darauf reagiert - ob er eventuell richtig schlimm gestresst sein könnte, da er ja als Sehnix noch stärker auf Gerüche reagiert.
Wie ist denn das bei anderen intakten Sehnixen?
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Alt 08.04.2009, 21:34   #19
Elise
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Hallo Ihr Lieben,

zunächst einmal finde ich es toll, dass so ein emotionsgeladenes Thema in diesem Forum so sachlich diskutiert wird!

Hallo Leni, entschuldige die "Besserwisserei", aber deine Hündin ist - wenn ihr die Keimdrüsen entfernt wurden - kastriert, ob die Gebärmutter noch am "richtigen Ort" ist, hat damit nichts zu tun, die Homone werden überwiegend durch die Eierstöcke produziert, wie beim Menschen auch. ;) Sterilisieren heißt, dass die Eileiter (oder Samenleiter beim Rüden) nur durchtrennt oder sonstwie undurchlässig gemacht worden sind. Dann wird die Hündin weiterhin läufig und kann gedeckt werden (und der Rüde kann auch alles, was er halt so will), bloß "passieren" kann nichts. Beim Menschen macht das ja Sinn, wozu's bei Hunden sinnvoll sein soll, hab ich nie kapiert, aber manche Leute lassen das machen.

Wir haben beide Varianten ausprobiert: Unsere erste Hündin war bis an ihr Lebensende so, wie die Natur sie geschaffen hatte. Sie war eine sehr artige Dame, die auch auf dem Höhepunkt der Läufigkeit auf "Sitz" hörte und hocken blieb, bis wir den jeweiligen Bewerber abgepflückt hatten. Dabei habe ich manche Rüdenbesitzer von Herzen lieben gelernt. Ich habe mehr als einmal einen Rüden im Wald an den Baum gebunden und unser Julchen erstmal ohne Leine zum Auto zurückgebracht, weil sich kein Eigentümer ermitteln ließ.

Lola ist vor der ersten Läufigkeit kastriert worden, mit 11 Monaten, sie ist eindeutig "erwachsen", eher dominant und wird von Rüden eindeutig als "Frau" angesehen, (was sie schamlos ausnutzt). Eine andere Hündin (Boxer) mussten wir im hohen Alter wegen eines Gebärmuttertumors kastrieren lassen. Bei beiden "Kastrierten" blieb das Fell normal, sie wurden nicht inkontinent (Lola ist 9 1/2, der Boxer starb mit 14 Jahren an Altersschwäche) und hatten weder Gewichtsprobleme noch Wesensveränderungen.

Falls ich je wieder eine Hündin kastrieren lassen würde, täte ich es immer vor der ersten Läufigkeit- warum den Nebeneffekt des verminderten Krebsrisikos nicht mitnehmen? Wir haben mit unserer Boxerhündin extrem viel Kummer gehabt mit wiederholten Gesäugetumoren und mussten dann ja doch operieren lassen.

Bei Katzen ist das Kastrieren übrigens wesentlich problemloser als bei Hunden, so viel ich weiß, außerdem kann man die ja bei Freigang, anders als Hunde, auch kaum kontrollieren.

Aber letzten Endes muss das jeder für sich und seine Hund entscheiden. Jeder hat ja immer nur Einzelerfahrungen, und wenn ein "Restrisiko" da ist, kann es natürlich den eigenen Hund treffen. Jedenfalls wäre ich bei "Riesenhündinnen" wie Doggen, Irischem Wolfshund usw. sehr vorsichtig mit dem Kastrieren.
Liebe Grüße

Elise
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Alt 09.04.2009, 16:47   #20
Feldmann2005
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Zitat von Elise Beitrag anzeigen
Hallo Leni, entschuldige die "Besserwisserei", aber deine Hündin ist - wenn ihr die Keimdrüsen entfernt wurden - kastriert, ob die Gebärmutter noch am "richtigen Ort" ist, hat damit nichts zu tun,
...kein Problem...wo Du recht hast, hast Du recht. Ich hab nochmal nachgefragt, NIA ist also kastriert. Ich dachte immer ,,kastration=leeräumen`` , ein Irrtum wie ich jetzt weiß
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