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Alt 26.03.2009, 21:15   #1
sukadeva
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Standard (Früh)kastration? bei Hündinnen

Habe mir die ganzen Postings zum Thema durchgelesen aber wirklich mehr weis ich jetzt auch nicht. Surya wird vermutlich eine große Hündin werden. So ca. Schäferhundgröße denke ich.
Für eine Hündin habe ich mich unter anderem entschieden, weil die eben nicht an jeden Busch pinkeln und nur ca 2 mal im Jahr läufig werden können.
Jerry war ständig unter Strom und lag im Hausgang mit glasigen Augen und winselte selbst im hohen Alter dauernd vor sich hin wenn wieder mal eine Hündin läufig war. Er hat wirklich gelitten und durfte es nie ausleben. Wäre er nicht schon älter gewesen, hätte ich ihn noch kastrieren lassen.
Da bei Hündinnen das nicht so einfach geht und die OP doch ein größeres Risiko ist möchte ich gerne mal Eure Meinung zum Thema hören.
Mein Lebensgefährte sagte gestern zu mir, ob das denn nicht so wäre, als ob man einem Kind die Gebärmutter herausnimmt und ob dann nicht die Hormone fehlen etc.
Dann habe ich im Internet noch nachgelesen dass vor allem größere Hündinnen dann undicht werden können oder das Fell stumpf wird.
In der Hundeschule sagten sie mir, dass sie der Meinung sind, ich sollte die Hündin unbedingt wenigstens einmal läufig werden lassen, sonst könnte es sein, dass sie im Kopf nicht ganz erwachsen werden und immer Welpen bleiben können, was manchen Besitzern ja sogar gefallen würde.
Dann kommt noch das Thema Gebärmuttervereiterung, Scheinschwangerschaft und Mamatumore dazu.
Die Kastration vor der ersten Läufigkeit würde das Risiko von Brustkrebs um 98% senken.
Ich bin da immer skeptisch ob das nicht von den TÄ kommt die mit den Kastrationen doch ganz gut "Kohle" machen mal salopp aus gedrückt?
Mir gehts jetzt nicht ums Geld sparen oder um Bequemlichkeit sondern ganz allein um das Wohl meiner Kleinen.
Sie wird am 1 April 5 Monate alt und ich habe dadurch Zeit mich zu informieren und Meinungen zu sammeln um mir dann besser eine Eigene bilden zu können.
Und ich möchte auf keinen Fall Hundebabys haben von denen ich mich kaum trennen könnte ohne das es mir das Herz bricht.
Ups, es ist wirklich einfacher, sich einen Hund vom Tierschutz zu holen der schon kastriert ist.
Grüßle Eva
__________________
Was du nicht willst, das man dir tu', das füg' auch keinem andern zu.
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Alt 26.03.2009, 22:04   #2
Kati
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Huhu Eva !
Schwieriges Thema ... trotzdem hier meine ganz eigene Meinung:

Ich würde immer kastrieren, ohne wenn und aber !
(Eventuelle Ausnahme wären lebensbedrohliche Risiken; habe hier irgendwo mal von einem Hund gelesen - weiß leider nicht mehr wo - bei dem das so war.)

Meine Hündin Jule ( ist 14,5 Jahre alt geworden ) haben wir nach der 1. Läufigkeit kastrieren lassen, weil das 1993 so üblich war. Ich habe damals schon mit der Kastration vor der ersten Läufigkeit geliebäugelt - hat unser Tierarzt aber von abgeraten und hätte er auch nicht gemacht.

Doddi wurde mit 6 Monaten und demzufolge vor der ersten Läufigkeit kastriert.
Inzwischen ist sie 6 Jahre alt und ich beobachte bei ihr die gleiche Entwicklung wie seinerzeits bei Jule - auch Doddi ist erwachsen und eine ganz normale und wunderbare Hündin geworden !

Körperliche Probleme, die auf die Kastration zurückzuführen sind, hatten / haben beide Hunde nicht und sie sind auch nicht dick geworden ...

Liebe Grüße
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Kati mit Doddi im Arm und Jule im Herzen
"Die, die wir lieben, sterben nicht von uns weg.
Sie sterben in uns hinein und bleiben als Erinnerungen für immer bei uns !"
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Alt 26.03.2009, 22:17   #3
Kim
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Kastrarion ohne medizinische Gründe ist verboten. Das es dennoch TÄ gibt die dies tun ist schlichtweg ein Unding, aber leider immer noch gang und gebe.

Ich weiß einfach nicht warum man einen Hund einfach so kastrieren sollte? Wenn man keine Welpen will, dann muss man aufpassen. Das ist gar nicht so schwer.

Eine Hündin nur zu kastrieren wegen Angst vor Krebs ist kein Grund. Ist es kein Gesäugetumor oder anderes der Art, kann es den Hund dennoch auf eine andere Art und Weise treffen.

Klar leiden Rüden wenn nette Mädels gut duften. Meiner auch, aber da muss er eben durch, fertig. Nur weil mich es nervt, das er rumjankt, werden ihm nicht die Bommels weggenommen.

Bei Jamie lagen derzeit medizinische und psychische Gründe vor und sie wurde kastriert. Hätte sie diese Schwierigkeiten nicht gehabt, wäre sie so geblieben wie sie ist. Aston ist intakt und wer wird es auch bleiben. Wir trainieren auch mit läufigen Hündinnen und ich verlange da Gehorsam, das ist reine Erziehungssache. Aufwenig, mühsam, aber machbar.

Meine Hündin pinkelt übrigens an jeden Busch, Baum, Laterne, etc. Sie ist ein reines Markierwunder. Meine Rüden sind dagegen harmlos.

Fakt ist, mit Kastration nimmt man dem Hund die Hormone. Hormone braucht man zur Entwicklung. Nimmt man sie früh, entwickelt sich der Hund zwar weiter weil es biologisch so sein soll, aber man hemmt dennoch einen Teil diese Entwicklung.
__________________
liebe Grüße Heike mit
Jamie, Aston, Indiana und
den Katzen Coopa und Lenny
sowie 6 Hühner und 1 Hahn, 3 Kaninchen, 17 Schafe und 17 Rinder

Die Wahrheit siegt durch sich selbst. Eine Lüge braucht stets einen Komplizen.

(Epiktet)






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Alt 26.03.2009, 23:01   #4
Kelly
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Zitat:
Zitat von Kim Beitrag anzeigen
Kastrarion ohne medizinische Gründe ist verboten.
Ich war gerade für einen Moment echt überrascht und mußte direkt danach googlen.

Zitat:
Nach § 6 Tierschutzgesetz fällt die Kastration von Hunden (männlichen und weiblichen) ebenso wie das Kupieren von Ohren und Ruten sowie das Entfernen der Wolfskrallen unter das Amputationsverbot und darf nur beim Vorliegen von medizinischen Gründen vorgenommen werden.
Der Wunsch des Tierbesitzers ist dafür nicht ausreichend und eine nur aus Bequemlichkeit vorgenommene Kastration damit illegal!
Krass - das war echt neu für mich, aber ich muss auch zugeben, dass wir bisher nur bereits kastrierte Hunde aus dem Tierschutz hatten. So war das Thema für uns nie präsent.
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Alt 27.03.2009, 09:12   #5
flychen
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Auch ich bin in Anbetracht der zig Nothunde ein totaler Kastrationsfan!
Bei Fly und Ann habe ich mich Anfangs noch sehr davor gesträubt. Doch bereut habe ich es im Nachhinein keine Sekunde!
Bei Ann, als sie in die Nakose gelegt wurde und eine Herzmassage benötigte, da kamen mir sehr große Zweifel! Aber heute weiß ich, das es für sie die richtige Entscheidung war.
Twix wurde kastriert, da ich mir eine weitere Hündin anschaffen wollte, sie sollte nicht kastriert werden. Denn sie soll evtl. in die Zucht gehen und um Twix und meiner Familie den Stress zu ersparen und eine ungewollte Verpaarung unterbinden wollte, wurde der Bub kastriert.

Meine Hündinnen waren bei der Kastration 3 Jahre alt, Twix war 4 Jahre alt.
Alice wurde aufgrund einer eiterigen Gebährmutterentzündung relativ früh kastriert.
__________________
Barbara mit Twix, Ruby, Ayla und der blinden Fly (verst. 20.02.2012) und Ann (verst. 28.05.2014) im Herzen
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Alt 27.03.2009, 12:32   #6
Ora
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Ich bin auch eher für eine Kastration.

Ich habe Kimba damals vor der ersten Läufigkeit kastrieren lassen, sie hat sich vollkommen normal entwickelt!

Bei Ora war das dann nach der 3 Läufigkeit, da sie sehr unter der Scheinträchtigkeit litt, und ich sie ohnehin hätte kastrieren lassen.

Sollte ich nochmals eine Hündin bekommen würde ich sie, denke ich, wieder vor der ersten Läufigkeit kastrieren lassen.

Lg Stefanie
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Alt 27.03.2009, 16:06   #7
Nicole
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Das die Kastration tatsächlich verboten ist, hat mich jetzt auch überrascht.
Und noch mehr überrascht mich, dass es permanent gemacht wird, vor allem auch im Tierschutz. Irgendwie passt das nicht so recht zusammen...

Und nun gestehe ich: Ich bin auch für Kastrationen.
Meine erste Hündin hatte Scheinschwangerschaften und wurde erst mit fünf Jahren kastriert.
Vielleicht war es zu spät? Wer weiss das hinterher schon...

Ob vor oder nach der Läufigkeit kastrieren, würde ich von der Entwicklung und vom Charakter des Hundes abhängig machen. Eine sehr ängstliche und unsichere Hündin würde ich erst nach der Läufigkeit operieren lassen.

Eine einheitliche Meinung wird es zu diesem Thema wohl nie geben...
__________________
Liebe Grüsse
Nicole
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Alt 27.03.2009, 17:29   #8
sukadeva
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Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank mal für Eure interessanten Antworten.

Das Kastration ohne medizinische Gründe verboten ist, wußte ich auch nicht.

Was jetzt ein medizinischer Grund ist können die TÄ bestimmen.
Die sagen wirklich immer, dass die Gefahr von Brustkrebs gleich null ist wenn man vor der 1. Läufigkeit kastrieren läßt.
Wo kein Kläger, da kein Richter?

Ich werde 52 Jahre und gehe nochnicht mal selber zur Vorsorge weil ich es einfach ablehne mich verrückt machen zu lassen. Eine Freundin von mir hatte einen kleinen Knoten der aus Kalk etc. bestand, wurde operiert und hatte monatelang Angst und geht jetzt alle 3 Monate zur Nachkontrolle und hat wieder Angst obwohl eigentlich nichts war.
Wo bleibt hier die Lebensfreude?

Ich habe nicht aus Bequemlichkeit daran gedacht meine Hündin kastrieren zu lassen sondern weil die Cockerhündin meiner Freundin öfters scheinträchtig war und Knoten bekam. Sie haben die Knoten entfernt und die Gebärmutter auch.
Diese war anscheinend schon verändert.
Dass die Hormone danach fehlen ist mir schon klar. Die ganzen Studien beeindrucken mich nicht sehr. Es weis ja keiner, wie es ohne Kastration wäre.
Wir haben uns jetzt entschieden erstmal nicht kastrieren zu lassen.
Sollte es notwendig werden kann man es immer noch tun.
Komisch, alle Hündinnen von denen ich weis und die Gesäugetumoren hatten, waren Rassehunde.
Ist das jetzt Zufall?
Freue mich, auf weitere Antworten und Berichte.

Liebe Grüße Eva

Ps. Dass Katration im Tierschutz immer sehr wichtig ist, damit es eben keinen ungewollten Nachwuchs gibt ist mir schon klar.
Wäre da ein Sterilisation nicht einfacher? (Hab ich selber mir 42 Jahren auch machen lassen).
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Geändert von sukadeva (27.03.2009 um 17:35 Uhr)
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Alt 27.03.2009, 17:51   #9
Nicole
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Hallo Eva,

meine Hündin damals war ein Pudel-Cocker-Mix. Also nicht reinrassig...
__________________
Liebe Grüsse
Nicole
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Alt 27.03.2009, 18:16   #10
Feldmann2005
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Juhu Ihrs,
das Thema ,,Kastration`` ist seit ewigen Zeiten immer ein sehr heiß diskutiertes Thema! Hier gehen die Meinungen wie so oft im Leben sehr weit auseinander. Das ist auch gut so! Jeder Hundehalter kann+muß diese Entscheidung für sich und seinen Hund selber treffen. Ich persönlich kann nur aus meinen Erfahrungen berichten. Olina war kastriert-nach der ersten Läufigkeit-.Diese erste Läufigkeit war für sie und auch für uns nicht einfach. Sie war 8 Wochen später dermaßen scheinschwanger, das sie beim Laufen die Milch verlorIhr Verhalten änderte sich von tieftraurig zu sehr aggressiv-da sie keine Welpen hatte begann sie mich zu beschützen. Es durfte sich mir niemand mehr bis auf 10 Meter nähern ohne das er angefletscht wurde Erst unter Hormoneingabe des TA änderte sich das wieder. Ich weiß- nicht jede Hündinn reagiert so. NIA hingegen ist sterilisiert, was aber nach Aussage meiner TÄ nur dann einen Sinn macht wenn die Gebärmutter hormonell noch nicht aktiv war-was bedeutet FRÜHKASTRATION-also vor der ersten Läufigkeit! Ich habe es machen lassen und es bis heute nicht bereut.
Keine der Entscheidungen habe ich mal eben so getroffen. Ich muß aber sagen das ich es für mich und meine Hunde immer wieder so entscheiden würde. Nicht zuletzt bestärken mich auch meine Erfahrungen die ich im Tierschutz gemacht habe. Hunde wie NIA sind ein Ergebnis von einer Zucht(dieses Wort kann man hier eigentlich gar nicht benutzen!), da die Besitzerin mal eben die schnelle Mark machen wollte. Hunde wie Feldmann sind das Ergebnis eines Hoppla-Wurfs eines Bauern, der wenn er die Welpen nicht verkaufen kann-eben mit dem Spaten erschlägt!
Viel, viel Tierleid könnte verhindert werden wenn mehr Tiere kastriert wären. Ich will und werde hier keine Grundsatzdiskussion führen, gestehe auch jedem zu die Verantwortung für sich+sein Tier zu übernehmen. Nur tun das leider viel zuwenige Menschen. Die Tierheime hier sind voll mit Hunden die keiner mehr will, die Zeitungen sind voll mit Annoncen-Rassewelpe zum Schleuderpreis, Tötungsstationen im Ausland die voll sind mit Hunden als Wegwerfware. Ich weiß nicht....ob wir das wirklich alles brauchen.
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