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Alt 10.09.2013, 03:04   #1
Chila
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Standard Chila hat gleich mehrere Baustellen

In meiner Vorstellung habe ich es schon erwähnt, dass ich für meine Zaubermaus Chila einen extra Thread eröffnen werde.
Ich denke das wird eine längere Geschichte...
Mit einem Jahr ließen wir Chila auf HD und ED röntgen. Top Hüften und top Ellenbogen.

Alles fing damit an, dass Chila dann und wann mal lahmte, leicht lahmte.
Da ich mich mit sowas nicht gerne spiele, und schon gar nicht weil ich zwei junge Hunde wegen der Knochen gehen lassen mußte, bin ich natürlich sofort zum röntgen gefahren. Ein Arzt sagte sie hat eine Kalkschulter. Ich habe mich zum Deppen gegoogelt, man las nix gutes.
Zur nächsten Klinik getuckelt, zweite Meinung. Dieser Arzt konnte keine Kalkschulter sehen (extra nochmal geröngt!).
Gut, erleichtert fuhr ich nach Hause, und dachte mir, dass sie sich wohl vertreten hat.
Dann war lange Ruhe. Allerdings eiert Chila etwas beim gehen, weil sie durchtritt vorne beidseitig.
Sie hatte aber nie Probleme damit.
Trotzdem gönnen wir ihr den Luxus Physiotherapie. Eine Zeitlang trug sie Bandagen, aber da tat sich nix, außer dass sie öffters noch mehr Schmerzen hatte.
Und immer noch war Ruhe, bis vor ein paar Wochen.
Wieder lahmte sie rechts, und wir fuhren wieder mal sofort in die Klinik.
Der Arzt wollte nicht röntgen, weil wir ja erst da waren. Also haben wir eine CT vom gesammten Hund machen lassen.
Diagnose:

am 29.07.2013 konnten folgende Befunde erhoben werden bzw. wurden folgende
Untersuchungen durchgeführt:
Besitzerin hat komisches Gefühl und weiss nicht ob Hund vielleicht Schmerzen hat..
Stolpert vorne manchmal.
Kot und Urinabsatz weitestgehend normal (geht nicht immer auf Kommando).
Computertomographie der rechten und linken Vorderextremität und Hinterextremität, sowie der
Wirbelsäule im Knochen- und Weichteilalgorithmus
Linke Schulter: Der Mikrochip ist kranio-lateral zum Schultergelenk vorhanden. Eine leichte
Knochenzubildung ist am kaudalen Aspekt des Caput humeri vorhanden. Eine lineare Mineralisation ist
im Bereich des Ansatzes des M. supraspinatus vorhanden. Eine fokale Aufhellung ist am kraniomedialen
Aspekt des Humerus unterhalb des Tuberculum majus vorhanden (Knochenzyste; andere
Ursachen für Lyse). Die Bizepssehne erscheint im Bereich der Bizepsfurche inhomogen.
Rechte Schulter: Eine kleine, separate Knochenstruktur liegt kaudal des Glenoids. Die
Knochenzubildung am kaudalen Aspekt des Caput humeri ist hier stärker ausgebildet.
Linker Ellbogen: Es sind keine strukturellen Veränderungen nachweisbar.
Rechter Ellbogen: Leichte arthrotische Veränderungen sind vorhanden.
Linker Karpus: Es sind keine strukturellen Veränderungen darstellbar.
Rechter Karpus: Es sind keine strukturellen Veränderungen darstellbar.
Becken: Die Femurköpfe sind glatt und rund.
Linkes Knie: Es ist keine vermehrte Gelenksfüllung vorhanden, sowie keine arthrotischen
Veränderungen.
Rechtes Knie: Es ist keine vermehrte Gelenksfüllung vorhanden, sowie keine arthrotischen
Veränderungen.
Linker Tarsus: Eine leichte Knochenzubildung ist am dorsalen Aspekt des Talus vorhanden. Eine kleine,
fokale dichte Struktur liegt am plantaren und proximalen Aspekt von MT 1 (erster Tarsalknochen?)
Rechter Tarsus: Es sind ähnliche Veränderungen wie im linken Tarsus vorhanden.
Wirbelsäule: Eine Mineralisation ist am dorsalen Aspekt des Zwischenwirbelspalts bei L2-L3 vorhanden
(Mineralisation Anulus, Ligament). Eine Mineralisation der Dura liegt bei L5 vor. Es liegt kein Hinweis für
eine Kompression vor.
Diagnose:
Linke Schulter: Mineralization des M. supraspinatus
Rechte Schulter: Kleine, separate Knochenstruktur kaudal des Glenoids (DDx: Separates
Ossifikationszentrum des Glenoids, Chip); ggr. Arthrose
Linker Ellbogen: Es sind keine strukturellen Veränderungen nachweisbar.
Rechter Ellbogen: Leichte Arthrose
Linker Karpus: Es sind keine strukturellen Veränderungen darstellbar.
Rechter Karpus: Es sind keine strukturellen Veränderungen darstellbar.
Becken: Normale Hüftgelenke
Linkes Knie: Es sind keine strukturellen Veränderungen darstellbar.
Rechtes Knie: Es sind keine strukturellen Veränderungen darstellbar.
Linker Tarsus: Es sind ggr. Veränderungen vorhanden.


Nun haben wir uns zu diesen Diagnosen 4! Meinungen eingeholt.
Alle Ärzte waren der Meinung nicht operieren. Ich dachte bis heute dass es der Knochensplitter im Schultergelenk ist, der meiner Maus diese Probleme bereitet, aber ein anderer Arzt revidierte das gestern.

Er ist der Überzeugung, dass der Durchtritt das Problem ist. Und er hat uns gesagt dass an einer Versteifung beider Karpalgelenke früher oder später kein Weg vorbeiführen wird.

Hat jemand Erfahrung? Es ist halt doch eine entgültige Sache. Was wenn sie damit dann nicht zurecht kommt?
Ein anderer Arzt sagte mir, dass die Versteifung eines Gelenks purer Horror für einen Hund ist. Wieder ein anderer Arzt sagt, es wäre kontraproduktiv für ihre Schultern, ebenso wie Orthesen...

Zur Schmerztherapie:
Rimadyl helfen Null
Previcox ein bisschen
Novalgin helfen sehr gut, darf sie nicht mehr bekommen, weil sie dann nur noch am kotzen ist
Jetzt bekommt sie Phen Phred (Kortison soweit ich weiß)

Ich halte es so, dass ich alles für die Maus tun werde, solange es für sie erträglich ist. Aus Egoismus werde ich sie mit Sicherheit nicht quälen!

Ich habe einige Bilder, da sieht man wie sehr sie durchtritt, echt gruselig!
Bilder werden nachgereicht. Habe heute schon Kopfschmerzen vor lauter googeln und mein Hirn rattert...


LG Melanie die total verunsichert ist
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Alt 10.09.2013, 10:35   #2
Nike`s Frauchen
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Uha. Ich kenne zwei weiße Schäferhunde. Da haben leider auch mehrer Baustellen - ungeklärt bisher. Ich hätte da aber auch noch ein paar Fragen...
Ist Chila vom Züchter? VDH?
Ich hätte jetzt auch erstmal an eine Orthese gedacht. Hm. Ich kenne das ja zu gut mit den zig Diagnosen und Therapie-Vorschlägen... Ich muß mich hier gleich noch mal in Ruhe durchlesen...
Spontan fällt mir noch Metacam als Schmerzmedikament ein. Nike hat nämlich auch keine Besserung bei Rimadyl gezeigt.
Gibst du eigentlich was zum Magenschutz? Bevor da noch ne Baustelle entsteht...
Wie hat sie denn Novalgin bekommen? Als Tropfen?
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Alt 10.09.2013, 17:19   #3
Chila
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Hallo,

also Rimady, Metacam hilft gar nicht. Previcox ein bisschen, Novalgin helfen gut. Sie hat sie als Tabletten bekommen, und du hast Recht, jetzt hat sie nämlich eine Baustelle Magen. Sie erbricht seit drei Tagen nur noch.
Mein Mann ist gerade beim TA und holt ihr Tabletten. Der Doc möchte Chila nicht stressen, so am Telefon. Sie ist nämlich hyper gestresst von Tierärzten.
Wenn das auf die Tabletten nicht aufhört, lasse ich sie an den Tropf hängen.
Ich habe jetzt ganz stabile Bandagen bestellt. Mal gucken wie sie damit klar kommt.
Die Kosten, alles ist egal, Hauptsache ihr geht's wieder gut.
Aber unser Arzt hat heute wieder gesagt, über kurz oder lang kommen wir nicht um die Versteifung der Gelenke rum...
In mir sträubt sich alles, weil wenn sie dann noch mehr Probleme bekommt, ist der Zug abgefahren, so eine Versteifung kann man schließlich nicht rückgängig machen.

Chila ist extrem aktiv und arbeitsfreudig, darum weiß ich nicht, ob ich es einem so aktiven Hund antun kann.
Die OP ist wohl alles andere als angenehm für Hund und Besitzer.
Außerdem auch noch langwierig. Lieber hätte ich die ganzen Schmerzen, Hauptsache Chila gehts gut. Man kann einem Hund einfach nicht erklären warum er Schmerzen hat.
Und man kann sie nicht fragen "willst du noch oder nicht?!". Das hat mich bei meiner Labrador Dame fertig gemacht.
Chila ist aber noch vergnügt und meistens gut drauf. Aber die Schmerzschübe werden ja immer schlimmer.

Ach so, hier steht dass Medis irgendwann nichts mehr bringen:
Die karpale Hyperextension des Junghundes beruht auf einer Fehlstellung der Karpalgelenke. Es handelt es sich um eine Erkrankung schnell wachsender Hunde in der Jungend. Eine genetische Komponente scheint ätiologisch als wahrscheinlich. Der Ausbruch der Krankheit ist oftmals akut und kann in Zusammenhang mit Stressfaktoren wie der Zahnbildung oder dem Beginn der Geschlechtsreife stehen. Der Deutsche Schäferhund scheint am häufigsten betroffen zu sein, obwohl auch das Krankheitsbild beim Rottweiler, Deutschen Dogge, Golden Retriever, Dobermann oder dem Sharpei beschrieben wurde. Inwieweit diätetische Einflüsse als Krankheitsursache eine Rolle spielen wird kontrovers diskutiert. Eine Hyperflexion der Tarsalgelenke sowie eine karpale Instabilität in Form von Varus- oder Valgusdeformationenn können gleichzeitg vorliegen. Röntgenologisch lassen sich meist keine Veränderungen erkennen. In chronischen Fällen lässt sich manchmal eine Abrundung der Karpalknochen erkennen. Da die Ätiologie nicht vollständig geklärt ist, gibt es keine einheitliche Therapie. Als Therapie empfehlen wir den Patientenbesitzern das Laufen der Tiere auf weichen Boden. Das Anlegen eines Stützverbandes ist kontraindiziert.

Die verschiedenen Formen der Polyarthritis können auch zu einer Hyperextension im Karpalgelenk führen. Man spricht von einer Polyarthritis wenn mindestens zwei Gelenke erkrankt sind. Während primär infektiöse Prozesse meist nicht zu einer Fehlstellung im Karpalgelenk führen, kann es bei den nicht-infektiösen, immuninduzierten Arthritiden zu einer Hyperextension kommen. Die rheumatoide Polyarthritis ist die wichtigste erosive Form. Es handelt sich dabei um eine destruktive entzündliche Arthritis mit chronischem Verlauf. Sie tritt beim Hund, seltener bei der Katze gesehen. Es scheinen vor allem kleinere Hunderassen mittleren Alters betroffen sein. Pathogenetisch steht eine chronisch-entzündliche Synovitis im Vordergrund. Der Rheumafaktors kann nicht immer nachgewiesen werden, wird aber mit längerem Krankheitsverlauf zunehmends zuverlässiger. Negative und falschpositive Befunde sind durchaus möglich.

Die betroffenen Tiere zeigen an einer oder mehrere Gliedmassen Lahmheit unterschiedlichen Schweregrades Am häufigsten manifestiert sich die Krankheit in den Karpal- und Tarsalgelenken. Im Anfangsstadium steht eine schmerzhafte Gelenkschwellung im Vordergrund, im fortgeschrittenen Verlauf können in den Karpal- und Tarsalgelenken Hyperextension und Deformationen entstehen. Die radiologischen Befunde sind für die Diagnose von entscheidender Bedeutung. Anfangs lassen sich nur Veränderungen am subchondralen Knochen erkennen, im fortgeschrittenen Stadium kommt es dann zu Auflösungserscheinungen am Knochen. Eine kausale Therapie gibt es bisher nicht. Mit nichtsteroidalen Antiphlogistika lässt sich nur im Anfangsstadium eine klinische Besserung erreichen. Bei fortgeschrittener Krankheit wird Prednisolon in hoher Dosierung (2-4 mg/kg KGW) täglich. Eine Kombination von Prednisolon mit Zytotoxika Cyclophosphamid oder Azathioprin. Zur Verminderung der Symptome kann eine Synoviektomie oder eine Radioynoviorthese durchgeführt werden. Eine ausgeprägte karpale Hyperextension bleibt trotz der Medikation bestehen.

Zu der Krankheitsgruppe der immuninduzierten, nicht erosiven Polyarthritis haben die idiopathische Polyarthritis und der systemische Lupus erythematodes die grösste klinische Bedeutung. Sowohl die klinische Symptomatik als auch die karpale oder tarsale Hyperextension sind bei der idiopathischen Form nicht ganz so ausgeprägt wie bei den erosiven Krankheitsformen. Die Therapie mit Immunsuppressiva und entzündungshemmenden Präparaten kann zur Beschwerdefreiheit führen. Eine Rezidivgefahr bleibt aber trotzdem bestehen.

Eine traumabedingte karpale Hyperextension ist die Folge von Rupturen des palmaren Lig. accesoriometacarpeum und carpometacarpeum palmare und/oder der Kollateralbänder. Die Folge kann eine vollständige Hyperextension mit plantigrader Fussung der Gliedmasse im Karpalgelenk sein. Je nach Ausmass der Läsion unterscheidet man 3 Kategoriern von Verletzungen mit Hyperextensionsfolge im Karpus. Um das Ausmass der Verletzung abzuschätzen müssen Röntgenaufnahmen in gehaltener Position durchgeführt werden. Die konservative Therapie ist nicht zu empfehlen. Wir empfehlen eine partielle oder eine Panarthrodese.

Durch eine Immobilisation von Gelenken kann es ebenfalls zu einer Hyperextension im Karpus kommen. Besonders häufig erkennt am diesen Zustand nach Verbandsabnahme beim Jungttier nach konservativer Frakturbehandlung. Die Gelenke stabilisieren sich jedoch wieder relativ schnell und die Hyperextension meist wieder reversibel.

Quelle:

http://www.tierklinik-frankfurt.de/wissenswertes/themen-der-tiermedizin/wissenswertes-zur-orthopaedie-traumatologie/karpale-hyperextension-diagnose-differentialdiagnose-und-therapie.htmlLiebe Grüße Melanie

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Alt 10.09.2013, 18:46   #4
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Sorry ich habe eine Frage nicht beantwortet.
Chila ist von einem Dissidenzverein. Die Eltern sind beides VDH Tiere, die aber nicht verpaart hätten werden dürfen, aber nicht wegen der Gelenke, sondern weil beide Elternteile nur Wesen "gut" hatten. Im VDH darf "gut" nur mit Wesen "sehr gut" verpaart werden.


LG Melanie
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Alt 10.09.2013, 19:13   #5
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Da ich gestern die ganze Nacht e Mails an sämtliche Ärzte geschrieben habe, ua. auch unserer Physiotherapeutin, die ebenso TÄ ist, hat mich so eben eine hoffnungsvolle Nachricht erreicht:


Und nun hoffnungsvolle Nachrichten unserer Physiotherapeutin:

Liebe Frau Stadler,

eine Versteifung ist natürlich eine entgültige Geschichte. Was heißt auf einem CT sieht man an den Schultern etwas? Oder gibt es kein CT? Zur Absicherung wäre ein Szintigramm sinnvoll, wird in der Uniklinik gemacht (da kann man sehen, ober Carpus oder Schulter Umbau im Knochengewebe als Zeichen einer Schmerzhaften Entzündung zeigen).

Eine Orthese hätte den Sinn, dass man möglicherweise nach eine Abheilung einer Entzündung diese Schrittweise wieder beweglicher stellen kann (gibt es mit verstellbarem Scharnier, das arretiert werden kann). Nachdem beide Gelenke betroffen sind, wäre dies zunächst eine sinnvolle Alternative.

Ansonsten geht laufen auch mit steifen Carpi, nicht so gut, aber besser als mit schmerzhaften! Ich habe einen (leichteren) Patienten im Klientel gehabt, der jetzt umgezogen ist, bei dem dies der Fall war, kam sehr gut zurecht. Aber wenn sie zu Herrn Pfaff fahren und Schienen anfertigen lassen, haben Sie zunächst mal die OP nicht. Wenn Sie mögen, kann ich mir Cheila nochmal anschauen – am Samstag um 14.00?



Mit freundlichen Grüßen



Dr. Elke Adriany




Na das lässt mich jetzt hoffen, dass wir um die Erlösung und erstmal über eine OP die ich ihr ohnehin nicht antun wollte, herum kommen... erstmal halt. Aber wenn das mit den Orthesen zwei Jahre gut ginge, wäre doch schon viel gewonnen!


LG Melanie
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Alt 10.09.2013, 19:37   #6
Alex70
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Ich habe keinerlei Erfahrung mit so etwas. Daher kann ich leider keine guten Ratschläge oder Tipps geben. Ich kann nur Daumendrücken und hoffen, dass sich alles so gut wie möglich entwickelt und die nötigen Behandlungsschritte so unentgültig wie möglich sein werden. Das klingt jedenfalls alles ganz furchbar.

Wenn natürlich eine Versteifung das zur Folge hätte, was man vorrübergehend mit einer Orthese auch hinbekommt, würde ich, denke ich, auch die Orthese zunächst versuchen. Versteifen kann man im schlimmsten Falle immer noch. (Ich hoffe ich erzähle jetzt hier nichts falsches).

LG
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Geändert von Alex70 (10.09.2013 um 19:38 Uhr)
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Alt 10.09.2013, 19:57   #7
Chila
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Hallo Alex,

ja so dachte ich es mir auch. Da man die Orthese auch komplett steif stellen kann, kann man evtl. sehen wie Chila mit einer Versteifung des Gelenks klar kommen würde.
Vielleicht fahren wir gut mit Orthesen, und wenn nicht, haben wir es zumindest versucht!


LG Melanie
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Alt 15.09.2013, 00:23   #8
Katja
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Huhu Melanie,

ich kann dir zu eurem speziellen Fall zwar nicht viel sagen, wohl aber zu der Aussage des einen TA, dass die Versteifung eines Gelenks der pure Horror für den Hund wäre. Dem kann ich so nicht zustimmen.

Bei meinem vor 2 Jahren verstorbenen Fips fehlte das rechte Vorderbein, links war der Ellenbogen hinüber. In diesem Zustand habe ich ihn übernommen. Eine erste OP wurde regelrecht versaut, letzte Möglichkeit war eine Arthrodese am Ellenbogen um das Bein zumindest in eine halbwegs normale Haltung zu kriegen.

Fips hätte nach der OP eigentlich eine Nacht in der Klinik bleiben sollen, hat aber als ich abends da war trotz Morphium - Aussage TÄ damals "der steht so unter Drogen, der kriegt das eh nicht mit" - ein derartiges Theater veranstaltet, dass ich ihn doch mitnehmen durfte

Horror waren die nächsten Wochen eher für uns, weil er ja nun mal nur das frisch operierte Vorderbein zur Verfügung hatte, dieses aber nicht groß belasten sollte und gleichzeitig vor Tatendrang nur so strotzte Aber auch diese Zeit haben wir gut über die Bühne gekriegt, irgendwie.

Vier Jahre nach der OP hat der Körper die Platten und Schrauben abgestoßen, das Bein hielt aber auch "ohne" nochmal vier Jahre bis zu seinem Tod. Uns hat die Arthrodese also damals insgesamt acht Jahre geschenkt.

Meine Maruscha hat nach einem Unfall und einer scheinbar verpfuschten OP in Spanien, bei der heute niemand mehr sagen kann was genau da eigentlich versucht wurde zu operieren, ein nahezu steifes Karpalgelenk. Da bei ihr aber auch Knie und Hüfte hinüber sind, ist sie alles andere als ein repräsentatives Beispiel...
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Alt 17.09.2013, 13:14   #9
Chila
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Hallo Katja,
vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht!



Ihr Lieben,

anstrengende Tage liegen hinter uns, die sich wie es scheint, gelohnt zu haben!
Lange habe ich gegrübelt, ob es denn so bleibt wie es ist, und ob ich schon euphorisch sein soll. Aber unter anderem möchte ich Euch natürlich auch bescheid sagen, wie es der Maus geht.
Also wir haben mit 5 Ärzten gesprochen, und alle sind gegen die Versteifung, und sehen da überhaupt keinen Grund dazu.
Auch scheint meine geglaubte OCD keine zu sein. Es sind wohl blos minimale Knorpelabschuppungen, die absolut keiner Operation bedürfen. Und ich wunderte mich, dass man bei OCD blos von jungen Hunden liest.
Also wir haben jetzt einen Ärzte - Marathon hinter uns, und ich habe mir die Finger per e Mail's wund getippt.
Chila ist seit 8 Tagen ohne Schmerzmittel, und was soll ich sagen, es geht ihr sau gut.
Ich habe ein Schmerz - und Tablettentagebuch geschrieben, ich dachte es könnte mir evtl. helfen. Als sie so extrem schmerzhaft war, hat sie eine Spritze bekommen, und Novalgin Tabletten. Da ich Muskeln aufbauen wollte, ließ ich sie jeden Tag mindestens 30 Minuten am Stück schwimmen. Nach 3 Tagen Novalgin hat sich die Maus nur noch übergeben.
Ich habe meinen TA angerufen, und ihm davon berichtet. Er sagte er denkt nicht, dass es von den Novalgin Tabletten kommt. Ich habe sie trotzdem abgesetzt. Aber die Spuckerei ging ganze 4 Tage. Einen Tag bevor das losging, schrie Chila bei fast jeder Bewegung auf. Ich hatte Panik, mit allem was dazu gehört. Chila lag sich auf die rechte Seite, und schrie auf. Ich dachte "oh Gott das ist ja doch die Schulter!". Chila stand auf, und schrie, ich dachte "das sind ja doch die Handgelenke!". Irgendwie war sie in jeder Körperstellung schmerzhaft. Wie es mir zumute war könnt Ihr Euch sicher denken.
Am Samstag waren wir bei unserer Physiotherapeutin (ebenfalls Ärztin + Chiropraktik und Osteopathie). Sie ist auch nicht unbedingt für die Versteifung. Chila wurde ganze zwei Stunden "bearbeitet". Massagen, Akupunktur, Blockaden lösen.
Chila war hinterher kaputt. Das nur mal am Rande.
Meine Maus bekommt im Moment Magentabletten (Ranitidin), seitdem ist sie wie ausgewechselt, und ich frage mich so langsam, ob das extrem schmerzhafte vom Magen kam. Durchgetreten hat die Maus ja schon immer, und hatte eben noch nie schwerwiegende Probleme damit.
Sollte es nicht von den Tabletten gewesen sein, wo kann sich ein Hund so einen Magen zulegen, dass er tagelang brechen muß? Fressen tut die Maus draußen nichts. Definitiv nicht. Meine Gedanken sind folgende: habe ich es mit schwimmen und Wasser übertrieben? Hat sie sich da verkühlt? (wäre aber auch das erste Mal), oder hatte sie gar einen Magen- Darm Infekt?
Durchgecheckt ist die Maus nun gründlichst, wir haben sie auf alles testen lassen - Borreliose, Rheuma, Arthritis............
Wie dem auch sei, 5 Ärzte sagen nichts machen, alles gut, und die Diagnose wäre doch gar nicht so schlecht. Also manchesmal komme ich mir vor wie in einem schlechten Film.
Und da mir 5 Meinungen noch nicht gereicht haben, habe ich Kontakt mit einer weiteren Klinik per e Mail aufgenommen. Mich erreichte folgende Antwort:
Liebe Familie ******,
Leider kann ich keine Beurteilung des Falles vornehmen ohne den Hund klinisch untersucht zu haben.
Wir führen eine Gelenksversteifung - also eine totale Zerstörung des Gelenkes mit Versteifung (Arthrodese) auf beiden Seiten nur nach einer genauen Diagnose durch, meist wenn das Gelenk total zerstört ist - arthrotisch - oder wenn der Bandapparat caudal davon nicht mehr funktionsfähig ist. Es ist immer die letzte Möglichkeitund sollte daher nur in bestimmten Fällen durchgeführt werden. Nach den vorliegenden radiologischen Befunden wäre ich mit der hochgradig invasiven Maßnahme sehr zurückhaltend.
Am besten holen sie sich noch einmal eine Meinung eines Orthopäden ein, in München kann ich Herrn Dr. Zahn (Tierklinik Ismanning), Frau Prof. Dr. Meyer Lindenberg (LMU München) oder Herrn Dr. Scharvogel (Tierklinik Haar) empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen
*******



Wir haben am Mittwoch um 9.00 Uhr einen Termin bei diesem Arzt.
Drückt mir die Daumen!
Heute waren wir Gassi wie immer, Chila ist wieder der alte Kasper, bietet sich regelrecht zum arbeiten an, und wirft sich ins Gras zum kullern, voll auf die Schultern. Klaut mir Sachen, spielt mit den Socken, hat nur Mist im Kopf, so wie sie vor dem ganzen war.
Dr. Adriany sagte auch, dass die Schultern und der Ellbogen definitiv nicht schmerzhaft ist.
8 Tage ohne Schmerzmittel finde ich äusserst gut!

Chila und ich haben uns ganz fest vorgenommen, dass das noch viele lange Jahre so positiv weiter geht!!!

LG Melanie
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Chila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2013, 16:00   #10
Nike`s Frauchen
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Welch Odysse! Und wieviel Kraft das kostet! Aber schön, daß es ihr momentan so gut geht! Ich hab auch einen Hund mit sehr schwachem Magen. Ich muß vor jeglicher Tablette, selbst pflanzlichen, Ranitidin geben. Was auch hilft, wenn es noch nicht so dolle ist, wäre Hüttenkäse. Das beruhigt den Magen und wird hoch erfreut geschlabbert. Kannst ja mal testen. ;-) Bei Nike- er ist ja auch ungefähr Schäferhunfgröße- reichen schon 2 Eßlöffel.
Wir drücken für Mittwoch (morgen?) die Daumen!!!
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