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Alt 29.07.2012, 11:09   #1
Melki
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Beiträge: n/a
Standard Ersten Schritte der Erziehung?

Hallo,

ich bin sehr froh dass ich das Forum hier gefunden habe und hoffe dass ich hier Hilfe bekomme was "einen tauben Hunde" betrifft.

Ich habe vier eigenen Hunde und daher schon Erfahrung mit Hunden und deren Erziehung.......aber ein tauber Hund ist dann schon noch etwas anderes........

Kurz zu meinem Pflegehund Joshi. Er ist ein Jack-Russel mix, 16 Monate alt und hat sicher bisher fast selbsständig um sich kümmern müssen. Er wurde geholt und in einem "Hof" abgesetzt.....aber beschäftigt wurde sich mit ihm nicht. Was man auch sehr an ihm merkt. Er interessiert sich null für Menschen weil er glaub einfach nicht weiß was man mit denen macht :-)?!

Nun möchte ich ihn aber etwas näher an den Menschen ran bringen und etwas mit ihm arbeiten um eine Bindung aufzubauen.

Als erstes dachte ich mir, dass ich ihn nur aus der Hand fütter (Futter findet er toll :-) )

Als nächstes möchte ich anfangen mit ihm etwas zu spielen, zerren usw.

Danach möchte ich mit "Komm" anfangen.....weil ich finde dass das sehr wichtig und hilfreich im Alltag für uns ist.

Wie kann ich ihm das genau beibringen....wie fange ich damit an?

Wäre dankbar über Tips von euch :-)

Gruß
Melanie
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Alt 29.07.2012, 11:22   #2
Marty
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Standard

Hi Melanie,

behandle das taube Rudelmitglied einfach wie alle anderen, der einzige Unterschied wäre, dass er das, was Du von ihm möchtest, per Sichtzeichen erlernen muss ...

Zitat:
Zitat von Melki Beitrag anzeigen
Als erstes dachte ich mir, dass ich ihn nur aus der Hand fütter (Futter findet er toll :-) )
Gute Idee, währenddessen kannst Du gut Kontakt aufbauen. Auch wenn er taub ist, er studiert Deine Mimik, also rede mit ihm, so wie Du es mit Deinen anderen Hunden auch machst.

Zitat:
Als nächstes möchte ich anfangen mit ihm etwas zu spielen, zerren usw.
Das würde ich erstmal lassen, vor allem das zerren, das könnte ihn stressen und überfordern. Er muss sich ja jetzt schließlich erstmal an die neue Umgebung samt aller Mitbewohner gewöhnen ...

Zitat:
Danach möchte ich mit "Komm" anfangen.....weil ich finde dass das sehr wichtig und hilfreich im Alltag für uns ist.
Das würde ich von Anfang an üben, denn das ist das wichtigste, was Hund lernen sollte ...

Zitat:
Wie kann ich ihm das genau beibringen....wie fange ich damit an?
Lies Dich hier ein wenig im Forum durch ...

Du hast ja schon eine Menge Hundeerfahrung, die wird Dir helfen. Eigentlich ist die Erziehung eines tauben Hundes nicht anders, wichtig ist, dass Hund lernt, Blickkontakt aufzunehmen (aber das gilt eigentlich für alle Hunde).

__________________
Liebe Grüße

Martina

mit den Sternenfellkindern Flöckchen, Lissy und Pucki

Tempora mutantur nos et mutantur in illis - Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen (lateinisches Sprichwort)
Marty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2012, 11:38   #3
Melki
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Danke für deine Antwort..........na dann lag ich ja gar nicht so falsch mit meinen Gedanken :-)

Das mit dem Blickkontakt ist bei ihm so ne Sache. Er durfte nun 16 Monate lang tun und machen was er möchte.......und dazu brauchte er keinen Menschen :-) Das wird wohl arbeit werden........aber das mach ich ja gerne :-)

Es ist für mich einfach ungewohnt dass er mich nicht versteht...wenn ich "nein" sage oder ihn einfach zu mir rufen will :-) so wie ich es bei meinen Hunden mache...............
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Alt 29.07.2012, 12:53   #4
sukadeva
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Standard Schön das ihr hier seid.

hallo Melanie,
hab grad mal gekuckt.
Der ist ja bildhübsch.
Hab selber keinen Hund mehr mit Handicup aber ich würde glaube ich mit Schleppleine arbeiten und dran zupfen wenn ich seine Aufmerksamkeit haben möchte und Blick sofort belohnen.
Aber die Besi's von tauben Hunden können Dir da sicher bessere Tipps geben.

Lieben Gruß Sukadeva und die "Grabensau".
__________________
Was du nicht willst, das man dir tu', das füg' auch keinem andern zu.
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Alt 29.07.2012, 14:16   #5
Melki
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An die Schleppleine habe ich ihn bisher noch nicht gemacht weil er fast dauerhaft ziemlich zieht an der Leine........und es interessiert ihn nicht wenn man an der Leine zupft. Aber ich denke das wird besser wenn ich bisschen alleine mit ihm laufe und arbeite...........dann darf er auch an die Schleppleine :-)
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Alt 29.07.2012, 20:29   #6
Marty
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Hi Melanie,

Zitat:
Zitat von Melki Beitrag anzeigen
Das mit dem Blickkontakt ist bei ihm so ne Sache. Er durfte nun 16 Monate lang tun und machen was er möchte.......und dazu brauchte er keinen Menschen :-) Das wird wohl arbeit werden........aber das mach ich ja gerne :-)
weißte was, Liebe geht durch den Magen, sagt man so schön ... und genau das funktioniert auch bei den Hunden ...

Teste aus, was der Herr am liebsten mag und genau damit belohnst Du jeden Blickkontakt. Führ das Leckerchen von seiner Nase weg hoch an Dein Gesicht und sobald er guckt, quietsche fröhlich und belohne ihn mit dem Leckerchen. Sprich mit ihm, Deine Mimik ist wichtig, es ist auch wichtig, dass er jedes Mal wenn er Dich anschaut eine Belohnung erhält. Mach anfangs nicht mehr mit ihm, nur das ... das reicht für den Anfang, vor allem, wo er solange ohne Ansprache war ...

Zitat:
Es ist für mich einfach ungewohnt dass er mich nicht versteht...wenn ich "nein" sage oder ihn einfach zu mir rufen will :-) so wie ich es bei meinen Hunden mache...............
Keine Sorgen, das Nein versteht auch der taube Hund recht schnell. Denke Dir ein Sichtzeichen dafür aus - am besten den "Nein-Blick" aufsetzen und mit dem Zeigefinger wedeln ... mach das auch bei Deinen anderen Hunden, gemeinsam lernt's sich besser ...

Nöh, einfach nur rufen klappt tatsächlich nicht ... aber wenn erstmal die Bindung aufgebaut ist und der Blickkontakt fluppt, dann hast Du die Möglichkeit ihn zu "rufen" wenn er schaut ... dann winken, in die Hocke gehen und ein Leckerchen ab in die Schnute ... diese Übungen machst Du erst zu Hause.

Mach nicht zuviel am Anfang, er muss ja erstmal lernen, dass nun ein neues Leben für ihn beginnt. Wenn er vorher so reizarm gelebt hat, musst Du sehr langsam und wohldosiert vorgehen ...

Aber wie gesagt, Du hast ja Hundeerfahrung und wirst das Kind schon schaukeln ...
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Liebe Grüße

Martina

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