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Alt 17.12.2007, 18:36   #1
ulla
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Standard Probleme an der Leine

Hallo Zusammen!
Ich habe ein kleines Problem mit meiner 7 jährigen Dalmatiner Hündin Ronja.
Jedesmal beim Gassi gehen ist es ein wahnsinniger Kraftaufwand mit ihr an der Leine (bin immer froh wenn ich endlich auf dem Feld bin damit ich sie frei laufen lassen kann)
Ich glaube sie hat nie gelernt an der Leine zu laufen.
Sie zieht so unglaublich und beachtet mich gar nicht erst wenn sie frei läuft hält sie immer Sichtkontakt und folgt richtig gut.
Von den Vorbesitzern weiss ich nur dass Ronja wohl immer mit dem Auto Gassi geschickt wurde. Also das Auto fuhr und Ronja lief neben oder hinter her.
Kann mir jemand einen Tipp geben wie ich an der Leine ihre Aufmerksamkeit bekommen kann.
(Leckerlis sind zwecklos schon probiert)
LG Ulla
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Alt 17.12.2007, 21:16   #2
LianeR
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Standard Re: Probleme an der Leine

</span></p><div style="margin:20px; margin-top:5px"><span class="smallfont">Zitat:</span><table class="tablebgcolor" cellpadding="4" cellspacing="1" border="0" width="100%"><tr class="quotecolor"><td><span class="normalfont">
Also das Auto fuhr und Ronja lief neben oder hinter her. </span></td></tr></table></div>

<span class="normalfont">



Na woher soll sie es dann auch können.

Hast du einen Targetstick zu Hause ? Den verwendet man z.B. beim Clickertraining.
Wenn deine Hündin taub ist, solltest du versuchen auf andere Art und Weise ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.
Tipp sie, wenn sie zieht, ganz leicht mit dem Target an. Sie wird ziemlich sicher sofort gucken, was "da hinten" los ist. Immer wenn sie ansatzweise stehen bleibt loben (streicheln) und schieb ihr zur Not ne ganze Wurst ins Schnäutzchen [img][/img] (neeeeeeeeee Spaß, aber es sollte schon ein Jackpotleckerli sein).

Ist nur ein Ansatz, bitte nicht als "Pauschallösung" sehen.
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Alt 17.12.2007, 21:33   #3
Kati
Koboldfan
 
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Standard Re: Probleme an der Leine

Hallo Ulla !

Also ich habe gute Erfahrungen mit einem Kopfhalfter, dem sogenannten "Halti", gemacht.
Allerdings muss man sehr sorgsam und vorsichtig damit arbeiten, weil es sonst zu Verletzungen beim Hund kommen kann. Wenn Du Dir unsicher bist wie es funktioniert, es aber trotzdem ausprobieren möchtest, kannst Du es Dir vielleicht erst einmal von jemandem zeigen lassen, der sich damit auskennt.



Ich finde das Halti einfach super (und habe mir inzwischen bei "camiro" eins maßschneidern lassen, das ohne drückende Ringe auf den Wangenknochen, mit Neopren unterlegt und mit gemustertem Gurtband wirklich schick ist), weil ich ohne Gewalt und Kraft Doddis Blickrichtung verändern kann.
Der Grund, warum wir es seit einigen Jahren benutzen ( und inzwischen große Erfolge zu verzeichnen haben [img][/img] ) ist zwar ein Anderer als bei Dir, das Ziel aber ist das Selbe: Auch ich musste irgendwie Doddis Aufmerksamkeit und Blickkontakt bekommen. Mit dem Clicker kombiniert ist es - zumindest für uns - die Lösung (fast) aller Probleme !
Außerdem brauchst Du gaaanz viel Geduld und Konsequenz ... [img][/img]

Viel Erfolg !
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Alt 17.12.2007, 22:55   #4
Ina
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Standard Re: Probleme an der Leine


Huhu,
ich bin nicht wirklich ein Freund vom Halti, weil leider viel zu viele Leuts ohne Ahnung einfach mit dem Halti hantieren und an ihrem Hund rumreißen, wer sich das Halti aber gut erklären lässt und auch in praktischen Übungen eingewiesen wird, da mag es sicher gut sein.
Es gibt seit einiger Zeit das Halti Harness es "wirkt" über eine Art Brustgurt, hat keinerlei Riemen über den Fang und soll gute Ergebnisse beim Training bringen (hab allerdings selbst keinerlei Erfahrung und habe das nur gehört).
Und die Vorbesitzer von Ronja...es ist ja wohl das ALLERLETZTE seinen Hund beim Gassi per Auto zu begleiten, da fällt mir wirklich nichts mehr zu ein. Gut, daß Ronja nun bei Dir ist!
LG
Ina
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Alt 18.12.2007, 12:25   #5
MysticDragon
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Standard Re: Probleme an der Leine

Hallo Ulla,
ich hab bei Darko ganz viel mit stehenbleiben erreicht. Es ist aber sehr zeit- und Gedultaufwändig. Wenn er garnicht reagieren wollte hab ich die Leine sanft schaukeln lassen und ihn damit berührt, ähnlich wie mit dem Targetstick. Sobald er dann herschaut gabs ein Leckerchen wobei i chd die Leckerchen auch heute noch manchmal geb [img][/img]
LG Chrissi
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Alt 19.12.2007, 14:37   #6
Snow
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Standard Re: Probleme an der Leine

Hallo,

wie führst Du Deinen Hund, am Halsband oder am Geschirr?

Falls Du ihn mit einem normalen Halband führst könnte es sein, dass er das Halsband nicht mag und deshalb dem Halsband entfliehen möchte. So etwas passiert, wenn man kräftig an der Leine ruckt und der Hund dieses mit dem Halsband verknüpt hat [img][/img]

Ich denke am nachhaltigsten wirkt wirklich das Stehenbleiben und wenn der Hund deutlich ( ein Pfote zurück ) nachgibt, dann weiter gehen. Hier ist allerdings konsequenz gefragt.
Ansonsten gibt es einige Übungen, die man machen kann, um dem Hund schonmal ein Vorstellung von dem zu geben, was man erwartet!

Wenn Du da Infos möchtest, melde Dich bitte

MfG

Gerd
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Alt 19.12.2007, 14:43   #7
Ina + 28 Pfoten
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Standard Re: Probleme an der Leine

Es gibt verschiedene Leineinführungsmethoden.

Eine ist, immer stehen zu bleiben, sobald die Leine auf Spannung ist und erst weiter zu gehen, wenn sie durchhängt, sobald sie wieder auf Spannung ist stop, locker, wieder weiter... dafür muss man sich viel Zeit nehmen und vorallem absolut konsequent arbeiten.

eine andere Methode ist das stete Richtungslaufen, du läufst zügig wohin DU möchtest, auch wenn der Hund in der Leine "hängt", und immer wieder im rechten Winkel abbiegen, schlagartig, so daß dem Hund nichts anderes übrig bleibt, als irgendwann mal darauf zu achten, was Frauchen will, damit endlich das gezoppele an der Leine aufhört.

Legleader (Schlaufe mit Leine am Bein) sind klasse, aber bei einem größeren Hund kann das auch gefährlich werden, da ist der von "Lind" besser, der geht auch um die Hüfte.

Halti..... kenne wenige die das beherrschen, da muß man schon ein gutes Feeling haben, außerdem machen die Besitzer den Fehler den Halti gleich anzuziehen. Der Fang ist der sensibel, da sollte man nichts von heute auf morgen drüberlegen, weder Maulkorb noch Halti, 2 Wochen anziehen mit leckerli belohnen.... dann erst mit Halti arbeiten

LG Ina (2)
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Alt 19.12.2007, 15:02   #8
Jürgen
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Standard Re: Probleme an der Leine

Hallo,

ich schließe mich Ina an. Perry konnte auch nicht an der Leine laufen, hatte sie nie gelernt. Durch das Richtungsändern und loben wenn sie aufpaßte und die Leine durchhing haben wir es hinbekommen.
Ein Halti hat sie später auch wg. ihrer Angstaggression. Das hat eine Trainerin mit uns geübt aber wir waren froh als wir es nicht mehr brauchten, denn man hält die Leinen wie rohe Eier. Würde ich also nicht empfehlen.
LagLeader wären vielleicht eine alternative, haben wir aber nie ausprobiert.

Gruß
Jürgen
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Alt 19.12.2007, 19:54   #9
Snow
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Standard Re: Probleme an der Leine

Hi, ich nochmal,

Du schreibst, dass sie dich an der Leine gar nicht wahrnimmt und dass auch Leckelies zwecklos sind. Man könnte jetzt daraus schliessen, dass Sie in diesen Situationen erheblichen Stress ausgesetzt ist. Ich denke, man müßte ersteinmal die Situation ändern, sprich anderes Halsband oder Geschirr und zunächst im Haus dann Garten, dann Strasse vor dem Haus etc. Ihre Aufmerksamkeit trainieren. Das Ziel muß sein, dass Ihr zusammen einen Spaziergang macht. Der Weg muss das Ziel werden.

Ich würde es wirklich zunächst ohne Halti versuchen, denn es ist, wie die anderen schon schrieben, nicht ohne...

MfG

Gerd
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Alt 19.12.2007, 22:36   #10
Kati
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Standard Re: Probleme an der Leine

Nun muss ich doch noch mal einen Kommentar zum "Halti" los werden ... [img][/img]

Ein Kopfhalfter zu benutzen ist einfach nur eine Möglichkeit, die Leinenführigkeit zu unterstützen und ich habe ganz bewusst geschrieben, dass es, bei falscher Anwendung, auch gewisse Risiken birgt. Andererseits ist die Anwendung aber auch nichts, wofür man studiert haben muss und deshalb finde ich auch, dass man es nicht unnötig dramatisieren sollte.

Absolute Regel Nummer 1 ist, dass man damit nicht am Hund herrumzerren darf. Aber so außergewöhnlich finde ich das nun auch wieder nicht, denn auch mit jeder anderen Leine am Halsband oder Geschirr sollte das doch wohl tabu sein, oder ?!
Da ich das bisher schon immer so gehalten habe, war es für mich deshalb keine große Umstellung. Und bis heute lasse ich im Zweifelsfall den Teil der Leine einfach los, der im Halti eingeklickt ist.
Der für mich größte Vorteil ist, dass ich sehr sanft und wirklich ohne Kraftaufwand Einfluss auf Doddi nehmen kann - und genau aus diesem Grund werden wahrscheinlich größere und kräftige Tiere, wie Pferde oder Rinder, nicht am Halsband, sondern am Halfter geführt.

Ich habe Doddi über mehrere Tage mit ganz viel positiver Verstärkung an das Tragen des Haltis gewöhnt. Sie hat es immer mal wieder umbekommen, eine Menge Leckerlies abgestaubt, sie hat damit gefressen oder es einfach so auf dem Spaziergang oder im Haus getragen. Und erstaunlicherweise hat es sie von Anfang an überhaupt nicht gestört. Sie steckt ihr Schnäuzchen völlig freiwillig hinein.
Das ist deshalb so außergewöhnlich, weil es ihr bis heute immer noch unangenehm ist, wenn sie ihr Geschirr umbekommt. Da geht sie immer erst weg und läuft die ersten drei Minuten mit "Schlagseite" ...

Ein Halti ersetzt auf gar keinen Fall konsequentes und geduldiges Üben (in Ullas Fall z.B. mit stehen bleiben, sobald der Hund zieht), aber es hat mir überhaupt erst ermöglicht, in Stresssituationen mit Doddi Blickkontakt aufzunehmen. Alles, was ich bis dahin probiert hatte, blieb ohne Erfolg, bzw. funktionierte nur, wenn keine Ablenkung (fremder Hund) zu sehen war. Deshalb war es für mich wirklich die Lösung. Das Halti hat den Kreislauf, in dem wir uns lange bewegt haben, sehr sanft durchbrochen.
Ich hatte das Gefühl, dass Doddi zum ersten Mal überhaupt verstanden hat, was ich von ihr will und wie sie bei Hundebegegnungen auch reagieren kann - weil ich ihren Kopf in meine Richtung ziehen konnte um ihr zu verclickern "so ist es richtig". Es war ein "Aha - Erlebnis" für uns Beide !
Durch die Benutzung des Haltis haben sich unsere Spaziergänge zunehmend entspannt und normalisiert, ich konnte (und wollte) Doddi wieder überall mit hin nehmen und es waren auch endlich wieder gefahrloses Fahrradfahren und Inlinerlaufen möglich.
Trotzdem hoffe ich, dass ich irgendwann wieder ganz auf das Halti verzichten kann, denn es gibt inzwischen immer mehr Orte oder Situationen, wo Doddi es nicht mehr tragen muss und sich trotzdem gut benimmt.

Ist es mir nach dieser positiven Erfahrung zu verdenken, dass ich zumindest erwähne, dass es diese Möglichkeit gibt ?
Für kein Problem gibt es DIE Lösung, aber aus der Menge der Erfahrungen findet man vielleicht leichter seinen eigenen Weg. Und ich gehe einfach mal davon aus, dass ich bei Handicap Hundebesitzern Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen im Umgang mit dem Hund voraussetzen kann ... [img][/img]

__________________
Kati mit Doddi im Arm und Jule im Herzen
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