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Alt 10.05.2012, 14:28   #1
Capi
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Hallo,
die Tierschutzorganisation von der die Capi stammt hat einen Hund übernommen, weil die Besitzer nicht mehr damit klar kamen. Jetzt hat sich herausgestellt, daß die Hündin wohl geistig behindert ist. Hirnhautenzündung, Staube, was auch immer.
Sie rennt rastlos durch die Wohnung, wenn sie Streß hat schnappt sie in die Luft oder dreht sich. Sie hat kaum Gesichtsmimik und kann ihren Kotabsatz wohl nicht richtig kontrollieren.
Denkt ihr, da kann man mit Körpertraining etwas machen? Ich habe als Kind Übungen gemacht, die die Nervenbahnen trainieren sollten. So was stelle ich mir auch bei der Hündin vor.
Sie kommt wenn man sie ruft, sie hat eigentlich eine gute Feinmotorik und sie kann z.B. auch die Zähne zeigen, wenn ein anderer Hund ihr auf die Nerven geht.
In anderen Situationen habe ich aber das Gefühl sie erkennt Dinge oder Hunde erst, wenn sie daran riecht.
Wie kann man so einen Hund trainieren um ihm zu helfen?
Linda, Tara und das rollifahrende Einauge Caprioara
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Alt 10.05.2012, 20:29   #2
Katja
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Huhu Linda,

haste den Thread unter "Hunde aus dem Tierschutz - Austausch" zu Vita gesehen? Marion versucht ja gerade für sie ein neues Zuhause zu finden, vielleicht könnt ihr euch austauschen.

Oder Petra, im Moment glaube ich nicht so oft hier, sie betreut neben dem herzallerliebesten Rollknopf auch noch die "tickende" Änny. Über ihre Homepage www.knopf-an-der-backe.de kannste bestimmt Kontakt aufnehmen!
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Alt 11.05.2012, 19:21   #3
Marion G
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Hallo,

wir haben auch eine Hündin mit Folgen nervöser Staupe.
Natie ist auch sehr schnell gestresst, läuft dann Kreise, bellt oft, trinkt viel und dem ensprechend oft muss sie Pipi. Sie macht auch oft im Haus. Irgendwie gewöhnt man sich dran, hat nen Wischeimer in der Ecke stehen und immer tonnenweise Küchenrolle auf Vorrat.

Sie reagiert aber gut auf Körperkontakt. Heißt hin gehen und sie aus der Aufregung heraus holen - beruhigen. Ein strukturierter Tagesablauf ist auch sehr hilfreich. Heilen kann man das leider nicht. Das zentrale Nervensystem hat durch die Krankheit Schaden erlitten, den man nicht mehr reparieren kann.

Natie kann auch nicht richtig gucken. Ihre Augen sind in Ordnung aber die Signale werden offenbar nicht korrekt umgesetzt. Sie kann einen Ball verfolgen, wenn er rollt, aber nicht, wenn er geworfen wird. Und sie kann nicht erkennen, wenn sie angeguckt wird. Sie hat uns noch nie in die Augen geguckt. Ist bei uns egal, spielt bei der Kommunikation mit anderen Hunden aber eine wichtige Rolle.

Je nach dem, wie die Motorik funktioniert oder auch nicht, macht Physiotherapie Sinn. Aber hier sollte eine gute Therapeutin einen entsprechenden Therapieplan erstellen.

Und ja, Natie kann auch gut "grinsen" und wenn ihr etwas nicht passt, wird sie auch zickig.

Erziehung kann bei so einem Hund nur auf positivem Weg erfolgen. Natie spricht auch gut auf Clickertraining an.
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Alt 12.05.2012, 11:14   #4
Capi
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Hallo Marion,
danke für die Tips.
Ich weiß nicht genau, was der Hündin zugestoßen ist. Ich werde Deine Tips beherzigen und mit ihr trainieren. Sie soll ja auf jeden Fall vermittelt werden. Da sind schon genug Hunde, die nicht vermittelbar sind.
Wegen der Physio: Ich dachte mir, wenn man ihre Köperwahrnemung trainiert, dann läuft sie vielleicht nicht ständig rastlos durch die Gegend.
Grüße,
Linda, Tara, Caprioara
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Alt 12.05.2012, 12:37   #5
Marion G
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Bei Natie ist es eher eine innere Unruhe, die sie rastlos hin und her laufen lässt. Vielleicht baut sie auf diese Weise Stress ab. Ablenken und für den Moment eine Alternative bieten funktioniert ganz gut, man kann es aber nicht abtrainieren. Heißt, sie lässt sich je nach Stresslevel mehr oder weniger schnell heraus holen, zeigt das Verhalten aber immer wieder. Sie ist auch sehr geräuschempfindlich und bellt bei allem, was sie meint, melden zu müssen. Auch da hilft oft nur hingehen und sie aus der Situation heraus holen.

Hast Du es schon mit einem Körperband versucht? Das gibt dem Hund Sicherheit. Wenn ich das Gefühl habe, Natie ist zu sehr gestresst, wickle ich sie ein und ich glaube, sie fühlt sich wohl damit. Wir nehmen dafür elastische Pferdebandagen.

Sowohl Ihr als auch künftige Adoptanten sollten wissen, dass bei so einem Hund Epilepsie auftreten kann. Bei Natie begann das erst letzte Weihnachten. Wenn man so unvorbereitet ist, wie wir es waren, jagt einem das einen gehörigen Schrecken ein. Jetzt ist sie mit Medis gut eingestellt und hat auch schon lange keine Anfälle mehr gehabt *klopfaufholz*

Wenn Du noch Fragen hast, immer gerne!
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Alt 12.05.2012, 17:41   #6
Capi
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Das mit dem Band versuche ich auf jeden Fall.
Epilepsie, klar, macht Sinn, bei einer Gehirnverletzung.
Wie seit Ihr zu Natie gekommen? Habt Ihr sie aus dem Tierschutz? Wieso habt Ihr Euch für Sie entschieden. Ich frage deshalb so doof, weil ich wissen will mit welchen Argumenten man sie vermitteln kann.
Viele Grüße,
Linda, Tara, Capriora
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Alt 12.05.2012, 11:08   #7
Capi
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Huhu Linda,

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Hallo Katja,
ja, gute Idee.
Linda
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